Petra Vlhova gewann 2020/21 erstmals den Gesamtweltcup
Petra Vlhova gewann 2020/21 erstmals den Gesamtweltcup © Imago
Lesedauer: 3 Minuten

In einem Interview bezeichnet Trainer Livio Magoni Weltcup-Gesamtsiegerin Petra Vlhova als "Bügeleisen". Nun droht der Ski-Zoff um die Slowakin zu eskalieren.

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Diese Aussage hat gesessen.

In einem Interview mit der Zeitung Corriere della Sera hatte der italienische Ski-Trainer Livio Magoni seine Landsfrauen Marta Bassino, Sofia Goggia und Federica Brignone kürzlich als "Ski-Diamanten" bezeichnet - seine eigene Athletin, die Slowakin Petra Vlhova, nannte er dagegen "im Vergleich zu ihnen ein Bügeleisen."

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Der flapsige Spruch des Coaches hat nun ein gewaltiges Nachspiel. Denn in der Slowakei kommen die Worte über die 25-Jährige, die in der zurückliegenden Saison den Gesamtweltcup gewann, gar nicht gut an.

"Ich bin nicht sicher, ob er bleiben wird. Das ist von ihm wie ein Messer in den Rücken", erklärte Vlhovas Ex-Trainer Ratislav Mazgut im Gespräch mit Pravda. Magoni hätte seiner Athletin den Gewinn der großen Kristallkugel dadurch vermiest, so Mazgut. (Ski alpin: Alle Weltcup-Stände)

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Die Sportlerin selbst will sich öffentlich nicht äußern, ohne sich mit ihrem Team abgestimmt zu haben. Die Worte hätten sie "in einer Zeit absoluter Freude getroffen", erklärte Vlhova auf ihren Social-Media-Accounts.

Zudem kündigte sie an, die Angelegenheit mit ihrem Coach intern klären zu wollen. Bislang habe das Duo Meinungsverschiedenheiten immer dazu genutzt, gestärkt daraus hervorzugehen.

Magoni will beschwichtigen

Coach Magoni bemüht sich im Angesicht der Wut der slowakischen Bevölkerung derweil um beschwichtigende Worte. "Meine Worte wurden im Correire della Sera falsch interpretiert. Und sie haben ein großes Durcheinander verursacht", sagte er Neveitalia.

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Diese Aussage wiederum ließ nun der Interviewer nicht auf sich sitzen. Via Facebook schrieb Flavio Vanetti vom Corriere della Sera: "Wenn ich sehe, wie verschieden Websites, soziale Netzwerke, aber auch Freunde oder unqualifizierte Personen mein Gespräch in Frage stellen, werde ich ihnen einige Dinge erzählen. Ich habe ein aufgezeichnetes Gespräch. Wenn dies so weitergeht, werde ich die Aufnahme veröffentlichen. Und vielleicht werde ich mich auch um einen Anwalt kümmern."

Auch Magoni nahm noch einmal zu seinen verhängnisvollen Aussagen Stellung.

Vlhova hat "eiserne Beine"

Der slowakischen Zeitung Sport erklärte er: "Der Autor des Interviews fragte mich, wie ich die Leistungen von Petra im Vergleich zu anderen italienischen Skifahrerinnen, aber auch Shiffrin und Maze einordne. Ich wollte die enorme Qualität der Arbeit hervorheben, die Petra geleistet hat. Ich habe einen speziellen italienischen Ausdruck verwendet, um zu sagen, dass Petra 'eiserne Beine' hat und nicht, dass sie wie ein Bügeleisen ist."

Petra Vhlova konnte in der zurückliegenden Saison den Gesamtweltcup gewinnen
Petra Vlhova fuhr in der vergangenen Saison als einzige Athletin alle Rennen © Imago

Zudem erklärte Magoni, dass er es übertrieben finde, dass seinem Interview derart viel Bedeutung beigemessen wird. Streiten wolle er gewiss nicht.

"Ich entschuldige mich besonders bei Petra und allen Bürgern der Slowakei, dass ich ihren großen Moment des Glücks ruiniert habe. Es tut mir leid für die ganze Slowakei."