Heidi Mohr DFB
Heidi Mohr ist im Alter von 51 Jahren verstorben © Getty Images
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Die mehrfache Europameisterin Heidi Mohr verstirbt überraschend mit nur 51 Jahren. Die Jahrhundert-Spielerin des DFB erliegt einem Krebsleiden.

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Der deutsche Fußball trauert um seine Jahrhundert-Spielerin Heidi Mohr. Die dreimalige Europameisterin verstarb am Donnerstag im Alter von nur 51 Jahren nach schwerer Krankheit. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB).

Die Torjägerin erzielte in 104 Länderspielen 83 Tore und war bis 2005 Rekordtorschützin der DFB-Auswahl. 

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"Ich bin tief betroffen und sehr traurig. Heidi hat große Verdienste am Erfolg des Frauenfußballs, war dabei immer eine bescheidene, zurückhaltende und höfliche Person. Sie wollte nie, dass viel Aufhebens um sie gemacht wurde, sondern hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Wir werden sie sehr vermissen", sagte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg. 

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Mohr: DFB-Debüt mit 18 

Seit vergangener Woche wurde Mohr nach Bild-Informationen in einem Weinheimer Krankenhaus wegen eines Krebsleidens stationär behandelt. Die frühere Stürmerin wohnte bis zuletzt in der Weststadt ihres Geburtsortes. 

Mohr debütierte im Alter von 18 Jahren im Mai 1986 für die Nationalmannschaft, im September 1996 beendete sie ihre Karriere im DFB-Trikot. Von 1991 bis 1995 war Mohr Torschützenkönigin in der Bundesliga. 1989, 1991 und 1995 gewann sie den EM-Titel, 1995 wurde sie zudem Vize-Weltmeisterin.

"Heidi hatte eine unglaubliche Torquote und in fast jedem Spiel getroffen, war kreativ, explosiv, eine geniale Stürmerin. Manchmal brauchte es nur eine kurze Aufforderung von der Bank, und sie hat getroffen. Heidi war humorvoll, eine Teamplayerin, auf die wir uns immer verlassen konnten. Ich bin sehr traurig", sagte die Ex-Bundestrainerin Tina Theune.

Für den Gewinn der Europameisterschaften 1989 und 1991 erhielt Mohr das Silberne Lorbeerblatt. 1999 wurde sie zu Europas Fußballerin des Jahrhunderts gewählt. Erst vergangene Woche war sie von Sportjournalisten in die Hall of Fame des deutschen Fußballs gewählt worden. Ihrer feierlichen Aufnahme, die der DFB im Sommer geplant hatte, kann sie im Fußballmuseum in Dortmund nicht mehr beiwohnen.