Der VfL Wolfsburg feierte gegen PFK Oleksandrija in der Europa League einen Auftakt nach Maß
Der VfL Wolfsburg feierte gegen PFK Oleksandrija in der Europa League einen Auftakt nach Maß © Getty Images
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Der VfL Wolfsburg ist mit einem nie gefährdeten Sieg gegen PFK Oleksandrija in die Europa League gestartet. Doch nur 10.000 Fans wollten die Wölfe sehen.

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Starkes Comeback vor schwacher Kulisse: Der VfL Wolfsburg hat eine gelungene Rückkehr auf die internationale Bühne hingelegt.

Zum Auftakt der Gruppenphase der Europa League gewann die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner völlig verdient mit 3:1 (2:0) gegen PFK Olexandrija aus der Ukraine - allerdings wollten nur 10.112 Zuschauer den überzeugenden Auftritt der Wölfe nach dreieinhalbjähriger Abstinenz in Europa sehen.

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Exakt 1255 Tage nach dem bisher letzten Europa-Auftritt des Klubs trafen Maximilian Arnold (20.), Admir Mehmedi (24.) und Josip Brekalo (67.) beim ersten Schritt der Wolfsburger in die Zwischenrunde. Nur wenige Sekunden zuvor hatte Eugene Banada (66.) für Olexandrija zum zwischenzeitlichen Anschluss getroffen. In der Gruppe I muss Wolfsburg zudem noch gegen AS St. Etienne und KAA Gent ran.

Arnold nicht vollends zufrieden

"Wir haben gewonnen, das war wichtig", sagte Arnold, zeigte sich aber nicht vollends zufrieden: "In der zweiten Halbzeit haben wir die Zügel zu sehr schleifen lassen, da hätten wir resoluter sein müssen - ein Schönheitsfehler." Und Mehmedi meinte: "Es war ein gutes Spiel von uns, aber natürlich war nicht alles perfekt."

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Die Wölfe legten erst einmal einen recht verschlafenen Start hin, die Gäste aus der Ukraine hatten zunächst die besseren Aktionen in der Offensive. Doch dann drehte der Werksklub auf. Arnold mit einem Flatterschuss aus rund 30 Metern - Olexandrija-Keeper Juri Pankiw sah da ganz schlecht aus - und Mehmedi sorgten mit ihrem Doppelschlag schnell für klare Verhältnisse. Nachdem der Schweizer nach einer sehenswerten Kombination mit einem schönen Heber getroffen hatte, ging Glasner an die Seitenlinie und spendete Beifall.

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Danach konnten die Hausherren um Kapitän Josuha Guilavogui an dessen 29. Geburtstag wieder etwas das Tempo aus der Partie nehmen, ohne dadurch aber die Kontrolle über den Tabellendritten der ukrainischen Liga zu verlieren. Aus ihren 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte hätten die Wölfe durchaus noch mehr herausholen können.

Wolfsburg mit direkter Antwort auf Gegentreffer

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Nach dem die Partie mit zunehmender Spieldauer etwas abflachte und die Fans sich mit Gesängen wie "10.000 Wolfsburger - schalalalala" selber unterhielten, sorgte Banada kurz für Aufregung. Bei dem Gegentreffer nach einem lang getretenen Freistoß war die Wölfe-Abwehr überhaupt nicht organisiert, Brekalo machte aber gleich im Gegenzug nach einer Mehmedi-Vorarbeit den Sieg endgültig klar.

Dass es gegen Olexandrija keine rauschende Fußball-Party werden würde, war Wolfsburg schon vorher klar. Doch der Klub nahm es mit Humor und versuchte mit witzigen Tweets noch einmal, Fans ins Stadion zu locken. "Auch wenn das Stadion morgen nicht voll sein wird, ihr habt die Chance dazu: Im Gegensatz zum letzten internationalen Auftritt der Wölfe, darf wieder alkoholisches Bier ausgeschenkt werden. Prost!", hatten die Niedersachsen am Mittwoch getwittert. Und wenig später nachgelegt: "Liebe Klaustrophobiker, Platz ist noch genug vorhanden." Doch die Lücken auf der Tribüne blieben.

Wolfsburg hatte seine Besten in Mehmedi und Arnold, bei Olexandrija konnte noch Kaspars Dubra überzeugen.