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München - Der FC Bayern München nimmt Stellung zur neuen Super League. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge appelliert an den Zusammenhalt der europäischen Vereine.

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Die Gründung der Super League hat in der ganzen Fußballwelt für Entrüstung gesorgt. Nun hat sich auch der FC Bayern München zu Wort gemeldet. (Die Reaktionen zur Super League)

Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge nahm in einer Pressemitteilung Stellung: "Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt. Wir sind davon überzeugt, dass die aktuelle Statik im Fußball eine seriöse Basis garantiert. Der FC Bayern begrüßt die Reformen der Champions League, weil wir glauben, dass sie für die Entwicklung des europäischen Fußballs der richtige Schritt sind." (Die Pressestimmen zur Super League)

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Rummenigge unterstützt CL-Reform

Am Montag hatte die UEFA kurz nach der Bekanntgabe der Super League ihre Reform für die Champions League beschlossen. Der neue Modus der Champions League sieht ab 2024 eine Aufstockung von derzeit 32 auf 36 Teilnehmer vor. Der Wettbewerb wird künftig im sogenannten "Schweizer Modell" gespielt.

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Demnach bestreitet jeder Klub zehn Gruppenspiele gegen zehn anhand einer Setzliste zugeloste Gegner. Daraus wird eine Gesamttabelle der 36 Teams ermittelt, anhand derer die acht bestplatzierten Mannschaften direkt in die K.o.-Runde einziehen. Die Teams auf den Rängen neun bis 24 spielen in Playoffs die weiteren Teilnehmer der K.o.-Runde aus.

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Zwei der vier zusätzlichen Startplätze sollen über eine Fünf-Jahres-Rangliste der Klubs vergeben werden. So würden Vereine, die sich über die Liga nicht qualifiziert haben, von ihren Erfolgen vergangener Tage profitieren und dennoch in die Champions League einziehen.

Bayern-Boss appelliert an europäische Klubs

Rummennige erklärte dazu: "Die modifizierte Vorrunde wird zu mehr Spannung und Emotionalität im Wettbewerb beitragen." Gleichzeitig richtete der Bayern-Boss einen Appell an die europäischen Klubs: "Ich glaube nicht, dass die Super League die finanziellen Probleme der europäischen Klubs lösen wird, die durch Corona entstanden sind. Vielmehr sollten alle Vereine in Europa solidarisch daran arbeiten, dass die Kostenstruktur, insbesondere die Spielergehälter und die Honorare für die Berater, den Einnahmen angepasst werden, um den gesamten europäischen Fußball rationaler zu gestalten."

Zuvor hatte sich auch schon der BVB zur Gründung der Super League geäußert. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellte sich hinter den ECA-Beschluss vom vergangenen Freitag. "Dieser Beschluss besagt, dass die Klubs die geplante Reform der UEFA Champions League umsetzen wollen. Es war die klare Meinung der Mitglieder des ECA-Boards, dass man die Pläne zur Gründung einer Super League ablehnt."

Dabei sprach Watzke auch im Sinne der Bayern. Er betonte, dass "der FC Bayern München und Borussia Dortmund in allen Gesprächen zu 100 Prozent deckungsgleiche Auffassungen vertreten haben".

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mit Sportinformationsdienst (SID)