Philipp Lahm spricht in einem Podcast erneut über das Thema Coming-out
Philipp Lahm spricht in einem Podcast erneut über das Thema Coming-out © Imago
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Philipp Lahm äußert sich erneut zum Thema Coming Out und bekräftigt die Aussagen aus seinem Buch. Er warnt Fußballer vor möglichen Gefahren.

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Philipp Lahm hat seine Warnung an aktive Fußball-Profis vor einem Coming Out erneut bekräftigt.

Der Kapitän der Weltmeister-Mannschaft von 2014 sagte im Podcast MDR KULTUR Café:

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"Es ist nicht toll, das sagen zu müssen. Die Spieler sind zwischen 18 und 35 Jahre alt - das ist ein enormer Druck, wenn man sich outet. Es lauern Gefahren, auf die ich aufmerksam machen will."

Eine dieser Gefahren lauert für Lahm auf den Zuschauerrängen: "Ich bin der Überzeugung, dass es im Stadion viele gibt, die ihr Temperament rauslassen und über die Grenzen hinausgehen und die Regeln missachten. Das passiert leider."

Deswegen müsse man sich ein Coming Out "ganz genau überlegen und es mit seinem Umfeld sowie mit Fachleuten besprechen."

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Lahm bekräftigt Aussagen aus seinem Buch

Damit bekräftigte Lahm Passagen aus seinem Buch "Das Spiel: Die Welt des Fußballs" zum Thema Coming Out. Dort schreibt der 37-Jährige:

"Es mag sein, dass ein Sportler die nötige Reife dafür hat und - wenn er viel Glück hat - auch auf die nötige Toleranz in seinem unmittelbaren sportlichen Umfeld stößt. Aber er wird nicht mit der gleichen Reife bei allen Gegnern im Sport und ganz sicher nicht in allen Stadien rechnen dürfen, in denen er antritt."

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Der Ex-Bayern-Spieler würde jedem "empfehlen, sich sehr intensiv mit seinen engsten Vertrauten zu beraten und sich selbst ehrlich Rechenschaft zu geben über seine Beweggründe für diesen Schritt".

Von einem Gespräch mit Mitspielern im Klub rät Lahm allerdings ab, da "man sich nicht so ganz sicher sein, wie solch ein Coming Out aufgenommen würde".

Coming-out erst nach der aktiven Karriere

Insgesamt hält er die Chancen für gering, "so einen Versuch in der Bundesliga mit Erfolg zu wagen und nur halbwegs unbeschadet davonzukommen."

Dass Vorstandschef Thomas Hitzlsperger seine Homosexualität erst nach Beendigung seiner Karriere als aktiver Fußballer öffentlich gemacht hat, hält Lahm daher für "lebensklug".

Bis heute hat sich kein aktiver deutscher Fußball-Profi als homosexuell offenbart.