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Sowohl Sport-Geschäftsführer Horst Heldt als auch Jonas Hector vermeiden ein klares Bekenntnis für Markus Gisdol. Ein potenzieller Nachfolger wäre frei.

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Horst Heldt vom abstiegsbedrohten 1. FC Köln hat ein klares Bekenntnis zu Trainer Markus Gisdol ausgelassen.

Der Sport-Geschäftsführer stellte aber einen Tag nach der 1:2 (1:0)-Niederlage bei Union Berlin trotz der jüngsten Negativserie klar: "Natürlich sitzt der Trainer gegen Dortmund auf der Bank."

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Anschließend geht die Bundesliga in die Länderspielpause, ein oft gewählter Zeitpunkt für einen Trainerwechsel.

Es sei die Aufgabe, immer wieder zu überprüfen und zu hinterfragen, meinte Heldt. Er sei aber "davon überzeugt, dass wir mit der Mannschaft die Liga halten, wenn wir alles einbringen, was dafür notwendig ist." 

Der FC holte nur einen Punkt aus den vergangenen fünf Spielen und liegt nur knapp über der Abstiegszone. Am kommenden Samstag gastiert der BVB in Köln. Nach der Länderspielpause erwartet die Rheinländer im Gastspiel beim VfL Wolfsburg eine ähnlich schwierige Aufgabe.

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"Es ist eine ganz schwierige Situation, für die Markus Gisdol eigentlich nicht der Schuldige ist", urteilte Friedhelm Funkel, der den FC von Februar 2002 bis Oktober 2003 trainiert hat, im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1. "Es wird immer darüber gesprochen, dass sie zu mutlos spielen und zu wenig Offensivpower haben. Aber dafür brauche ich ja auch die Leute. Die Qualität vorne reicht einfach nicht."

Köln mit großen Offensivsorgen

Die Kölner hatten im vergangenen Sommer Jhon Cordoba und Mark Uth abgegeben, Anthony Modeste ist vor seinem Abschied im Winter laut Funkel nicht mehr in der körperlichen Verfassung gewesen, dem FC weiterzuhelfen. Der von Union Berlin verpflichtete Stoßstürmer Sebastian Andersson fehlt seit Monaten verletzt. 

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"Die Personallage ist nun mal so, dass wir vorne nicht gesegnet sind mit Stürmern, die einen extremen Tordrang haben", sagte Gisdol nach dem Spiel in Berlin: "Da brauchen wir uns nichts vormachen." Man müsse damit leben, "dass wir bis zum Ende der Saison nicht so viele Tore schießen." 

Für Marcel Reif zieht dieses Argument nicht. "Gisdol war auch in der Kaderplanung dabei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Spieler gekommen und gegangen sind, und er hat nichts davon gewusst", sagte er SPORT1-Experte. "Da kann ich ihm auch nicht helfen."

Wenn es weiterhin nicht laufe, "werden die Kölner zu dem Mittel des Trainerwechsels greifen müssen".

Auch Hector vermeidet Bekenntnis zu Gisdol

Am Samstag hatte sich auch Kapitän Jonas Hector nicht wirklich für den Trainer ausgesprochen. "Die Situation ist uns bewusst. Die Konkurrenz punktet, wir haben in fünf Spielen nur einen Punkt geholt, das ist deutlich zu wenig", sagte der Ex-Nationalspieler bei Sky.

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"Ich habe 60 Minuten gespielt, mir das Spiel angeschaut", ergänzte Hector: "Ich muss jetzt hier keine Trainerdiskussion führen, dafür bin ich der falsche Ansprechpartner."

Funkel wies im CHECK24 Doppelpass Ambitionen auf eine Rückkehr zum 1.FC Köln zurück: "Das Thema stellt sich nicht. Alles andere ist hypothetisch." Aktuell, ergänzte Funkel, erhalte er keine Anrufe von Bundesligisten, doch "ich würde nicht ausschließen, irgendwann kurzfristig zu helfen, wenn Interesse besteht".

Schon Ende Januar vor dem Kölner 3:1-Erfolg gegen Bielefeld hatte Gisdol beim FC auf der Kippe gestanden. Schon damals galt Funkel als möglicher Nachfolger.

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