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Kabarettist Fritz Eckenga hält Borussia Dortmund schon ewig die Treue - und möchte vom Verein nicht für dumm verkauft werden. Auslöser ist die Dauerkartenregelung.

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Als Friedhelm "Fritz" Eckenga sechs Jahre alt war, entdeckte er mit Borussia Dortmund seine große Liebe. (NEWS: Alles zur Bundesliga)

Seitdem hat sich aber einiges verändert. Im kicker stellt der deutsche Kabarettist, freie Autor, Kolumnist in Radio und Presse sowie langjährigess Mitglied des Rocktheater-Ensembles N8chtschicht jetzt eine Forderung an seinen BVB: Er möchte nicht für dumm verkauft werden.

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Eckenga: "Ey Leute, jetzt reicht's langsam"

Was war geschehen? Um die Dortmunder Niederlage im jüngsten Topspiel gegen den FC Bayern (2:4) geht es nicht. (SERVICE: Einzelkritik Bayern vs. BVB)

Vielmehr bekam Dauerkartenbesitzer Eckenga während des Lockdowns eine Nachricht vom BVB zur Dauerkartenregelung und dachte sich: "Ey Leute, jetzt reicht’s langsam."

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Als die Fans Anspruch auf Erstattung eines großen Betrags hatten, habe der Verein mitgeteilt, dass es verschiedene Möglichkeiten gebe, mit dem Geld umzugehen, erzählt Eckenga. (SERVICE: Die Bundesliga-Tabelle)

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Es habe die Option bestanden, den überschüssigen Betrag stehen zu lassen für die nächste Dauerkarte, die Summe für einen guten Zweck zu spenden oder sich alles rückerstatten zu lassen.

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Und danach kam der Satz, der Eckenga so wütend machte: Es würden keine Nachteile entstehen.

"Dass es überhaupt Erwähnung fand, man müsse dadurch keine Nachteile befürchten, fand ich eine so unglaubliche Dreistigkeit und Unverschämtheit", zeigt sich Eckenga erbost. (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga

Darum musste der Dortmund-Fan laut lachen

Aus diesem Grund habe er auch gesagt: "Okay, dann hätte ich gerne das Geld." Doch damit nicht genug. 

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"Als ich hörte, dass der komplette Profibetrieb und das Management mit einer großen solidarischen Aktion auf zehn Prozent ihrer Einnahmen verzichten, weil sie eine soziale Verantwortung hätten gegenüber den Mitarbeitern des BVB, musste ich laut lachen", erzählt der BVB-Fan.

Laut Eckenga hätte es kein Problem sein dürfen, dass das hoch bezahlte Personal vielleicht ein halbes Jahr komplett auf Geld verzichte: "Dann wäre diese Sache durchfinanziert und man müsste keine Anträge auf Kurzarbeitergeld stellen."

Es sei aus seiner Sicht ja nicht so, dass seine Freunde und er sich über "diese Nebengeräusche und diesen Mief nicht schon immer Gedanken gemacht" hätten. "In Krisenzeiten wird das aber drängender und bedroht das Gesamtgebilde", ist sich der eingefleischte Dortmund-Fan sicher.

Und stellt danach eine direkte Forderung an den BVB: "Wissen Sie: Ich möchte einfach nicht für so dumm gehalten werden, wenigstens das verlange ich von meinem Verein."