André Silva (l.) und Filip Kostic sind in Top-Form
Filip Kostic ist gegen Hoffenheim an allen drei Eintracht-Toren beteiligt © Imago
Lesedauer: 4 Minuten

München und Sinsheim - Eintracht Frankfurt bleibt gegen die TSG Hoffenheim im 8. Spiel in Folge unbesiegt und verteidigt Platz vier. Der überragende Filip Kostic ist an drei Toren beteiligt.

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Eintracht Frankfurt hat die Patzer der Konkurrenz im Rennen um die Champions-League-Plätze genutzt und eilt der Königsklasse entgegen!

Bei der TSG Hoffenheim fuhr die "Mannschaft der Stunde" auch dank eines überragenden Filip Kostics einen 3:1(1:0)-Sieg ein und verteidigte Platz 4 in der Tabelle erfolgreich. Der Vorsprung auf den BVB und Borussia Mönchengladbach wächst durch deren Niederlagen auf vier Zähler an. (Tabelle der Bundesliga)

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"Der Sieg ist mit Blick auf die Tabelle natürlich sehr wichtig. Wenn die Saison heute vorbei wäre, wäre es natürlich ein absoluter Traum. Aber es sind noch 14 Spiele. Jetzt kommt Köln mit dem Auswärtssieg aus Gladbach im Rücken und dann die Bayern. Aber die Euphorie ist da und ich werde sie nicht bremsen", sagte SGE-Trainer Adi Hütter bei Sky über den Blick auf die Champions League.

Kostic traf mit seinem zweiten Saisontor in der Bundesliga selbst (15.) und bereitete die weiteren Eintracht-Treffer von Evan N'Dicka (62.) und André Silva (64.) auch noch mustergültig vor. Bei Hoffenheim traf der eingewechselte Ihlas Bebou zum zwischenzeitlichen Ausgleich (47.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Wir sind jetzt gut dabei. Die Eintracht hat noch nie Champions League gespielt, das ist ein Riesentraum. Natürlich schaut man auf die Tabelle. Wir wussten, dass wir heute einen Riesenschritt machen können", sagte Abwehrchef Martin Hinteregger nach dem Sieg bei Sky.

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Bayern-Leihgabe mit Startelf-Debüt

Mit dem Auswärtssieg im Kraichgau bleibt die SGE im neunten Spiel in Folge ungeschlagen (7 Siege, 2 Remis), Hütter behält zudem seine weiße Weste gegen die TSG (6 Spiele, 6 Siege).

Für Hoffenheim ist es nach der Pleite beim FC Bayern die zweite Niederlage in Folge. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß bleibt in der unteren Tabellenhälfte auf Rang 12 stecken. (Spielplan und Ergebnisse)

Hoeneß hatte seine Aufstellung gegen die Eintracht auf drei Positionen verändert: Bayern-Leihgabe Chris Richards gab direkt sein Startelf-Debüt in der Dreierkette, zudem kehrte Abwehrchef Kevin Vogt zurück. Im Sturm ersetzte Ishak Belfodil Bebou.

Frankfurt begann rechts im Mittelfeld mit Erik Durm anstelle von Aymen Barkok (Rückenprobleme) und zunächst auch ohne Topstürmer Luka Jovic, den Hütter "ganz behutsam aufbauen" will. Doch die Frankfurter Offensive wirbelte - bis Jovic in der 72. Minute eingewechselt wurde - auch ohne ihn.

Kostic trifft - Joker Bebou sticht

Kostic vollendete nach einem Konter über Amin Younes sehenswert ins lange Eck (15. Minute) - zur verdienten Führung der Eintracht, die bis dahin weit aktiver war als die Gastgeber.

Bei den Hoffenheimern ging im ersten Durchgang offensiv wenig, es fehlte vor allem an Kreativität.

Hoeneß reagierte zur Pause, brachte Bebou und Pavel Kaderabek für Christoph Baumgartner und den Ex-Frankfurter Mijat Gacinovic - was sich direkt auszahlte!

80 Sekunden nach Wiederanpfiff ließ Joker Bebou Hinteregger aussteigen und glich zum 1:1 aus. Belfodil hatte wenige Minuten später sogar die Chance, das Spiel zugunsten der TSG zu drehen.

Eintracht-Doppelschlag in 90 Sekunden

Doch die Eintracht bewies in dieser kurzen Schwächephase Nervenstärke - und schlug zurück.

Verteidiger N'Dicka wuchtete eine Freistoß-Hereingabe des bärenstarken Kostics aus 15 Metern per Kopf ins Tor (62. Minute). Nur 90 Sekunden später bediente erneut Kostic nach einem Konter Silva (64. Minute), der ebenfalls per Kopf vollendete.

"Der Doppelschlag zeigt unser Selbstvertrauen und dass wir trotz eines Gegentores an uns glauben. Zu sehen, wie die Jungs sich die Tore gegenseitig auflegen, macht wahnsinnig Spaß. Immer wieder dieses Niveau zu halten, ist nicht einfach. Kostic hat dieses Niveau aber wieder gefunden und die Rückkehr von Luka Jovic tut ihm gut", sagte Hütter nach der Partie bei Sky.

Scorer-König Kostic war damit in den letzten drei Partien an sieben Toren beteiligt (2 Treffer, 5 Vorlagen). In der Schlussphase parierte TSG-Keeper Oliver Baumann noch einmal stark gegen Silva (83. Minute).