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Trotz der Rückkehr von Roman Bürki in der BVB-Kader wird Marwin Hitz das Dortmunder Tor gegen Bielefeld hüten. Der langjährige Stammkeeper ist jetzt der Herausforderer,

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Lange haben sich die Verantwortlichen bei Borussia Dortmund gesträubt - doch heute Nachmittag findet im Kasten des BVB die schon länger diskutierte Ablösung statt.

Nachdem Roman Bürki seine Schulterverletzung auskuriert hat und sich für das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld fit meldete, musste sich Trainer Edin Terzic entscheiden. Wie bereits bei SPORT1 angekündigt, steht Marwin Hitz im Dortmunder Kasten. (Bundesliga-Liveticker: Borussia Dortmund - Arminia Bielefeld, Samstag 15.30 Uhr)

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Einen Freifahrtschein bis zum Saisonende will Terzic damit aber nicht vergeben haben, wie er kurz vor dem Anpfiff sagte.

Terzic: "Werden uns das offenhalten"

"Ich werde definitiv nicht machen, dass ich mich jetzt bis Ende Mai festlege", erklärte der BVB-Coach bei Sky. "Wir wollten eine Leistungskultur schaffen, wollten gute Leistungen belohnen. Marwin ist gut im Rhythmus, hat es zuletzt gut gemacht und uns im Spiel gehalten - sowohl in Sevilla als auch gegen Schalke."

Terzic weiter: "Wir werden uns das immer offenhalten. Wichtig ist, dass beide wieder gesund sind, dass Roman schmerzfrei ist. Wir haben mit beiden gesprochen, sie wissen woran sie sind. Sie können es Woche für Woche zeigen."

Hitz war bereits in den vergangenen Partien die Nummer 1 der Schwarzgelben. Weil sein Schweizer Landsmann aber verletzungsbedingt pausieren musste, wurde die Entscheidung aufgeschoben. 

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Auf der Pressekonferenz am Donnerstag hatte sich Terzic noch nicht in die Karten schauen lassen: "Die Ersten, die von mir die Aufstellung mitgeteilt bekommen, sind die Spieler – und das wird auch immer so bleiben", hatte der Coach nur gesagt.

Bürkis Stärken liegen im 1 gegen 1

Die Diskussionen um einen Torwartwechsel waren bereits beim Rückrundenstart aufgekommen. Nach der 2:4-Niederlage in Mönchengladbach am 22. Januar hatte es nach SPORT1-Informationen einen schwarz-gelben Torwartgipfel gegeben. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Die beteiligten Personen: Bürki, Edin Terzic, Torwarttrainer Matthias Kleinsteiber, Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. In diesem Gespräch wurde Bürki klargemacht, dass der BVB vorerst auf Hitz setzen will. 

Kurz darauf verletzte sich Bürki an der Schulter, Hitz rückte zwangsläufig zwischen die Pfosten. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

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Allerdings begleitet die Torwartdiskussion die Borussia schon viel länger. Der 30-Jährige gilt im 1 gegen 1 und auf der Linie als einer der stärksten Bundesliga-Torhüter und genießt in der Kabine ein hohes Ansehen der Kollegen. Im Spielaufbau und der Strafraumbeherrschung hat er allerdings Steigerungsbedarf.

Hitz patzte gegen Freiburg und Hoffenheim

Dennoch bestach Bürki in den vergangenen Jahren über weite Strecken mit teils überragenden Leistungen, ohne die nötige interne Rückendeckung zu bekommen. Beim 1:1 gegen Lazio Rom war er maßgeblich daran beteiligt, dass sich der BVB fürs Champions-League-Achtelfinale qualifizierte.   

Der Kampf ums BVB-Tor bleibt allerdings offen - denn auch Hitz, der unter der Woche seinen Vertrag mit dem BVB verlängerte, überzeugte in den vergangenen Partien nicht vollumfänglich. Beim 1:2 in Freiburg und dem 2:2 gegen Hoffenheim unterlief ihm jeweils ein Patzer, der dem BVB wichtige Punkte kostete.

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Dennoch ist Bürki nach fünfeinhalb Jahren als Nummer 1 beim BVB zunächst nur Herausforderer und muss sich zurückkämpfen.

Was bedeutet dies für die kommende Spielzeit? Der BVB sondiert zurzeit zwar den Torwart-Markt, intern wird die Torwart-Position nach SPORT1-Infos aber nicht als große Baustelle angesehen. Der Klub schaut eher intensiver nach Verstärkungen auf dem Flügel und in der Innenverteidigung.