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München - Der BVB offenbart in der aktuellen Saison erhebliche defensive Schwächen. Reiner Calmund sieht im CHECK24 Doppelpass ein Einstellungs-Problem der Dortmunder.

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Der BVB steckt in der Krise. Nach dem Wechsel von Lucien Favre zu Edin Terzic ist sportlich kaum Besserung in Sicht. Aus den vergangenen drei Spiele holte Dortmund nur einen Zähler, rutschte aus den europäischen Rängen ab. Am Freitag verlor Dortmund nach eklatanten Abwehrfehlern mit 2:4 bei Borussia Mönchengladbach.

Ein Grund für die Krise sind die immer wiederkehrenden defensiven Schwächen der Schwarzgelben. Für Ex-Manager Reiner Calmund ist die Einstellung der Dortmunder Profis ein Grundsatzproblem und schuld an Dortmunds Abwehrschwäche.

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"Mir ist es schon in der vergangenen Woche gegen Leverkusen aufgefallen: Der gesamten Mannschaft fehlt die Einstellung in der Rückwärtsbewegung und die Bereitschaft, richtig defensiv zu arbeiten", ging der 72-Jährige im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 mit den Dortmunder Spielern hart ins Gericht. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Calmund: "Bei den Spielern muss der Wecker klingeln"

Auch im Spiel gegen Bayer am vergangenen Dienstag hatte Dortmund in der Rückwärtsbewegung nur halbherzig agiert. Beim 1:2-Siegtreffer für die Werkself konnten Moussa Diaby und Florian Wirtz beinahe unbedrängt durch die kaum vorhandene Dortmunder Abwehr spazieren, am Ende schoss der 17-Jährige freistehend aus 15 Metern an Dortmund-Keeper Roman Bürki vorbei ein. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Calmund sieht vor allem die Dortmunder Führungsspieler in der Verantwortung, allerdings nicht allein. "Da geht es um die ganze Philosophie der Mannschaft. Bei den Spielern muss doch der Wecker klingeln, wenn sie sich die Bilder anschauen", echauffierte sich Calmund.

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Für SPORT1-Experte Stefan Effenberg ist nicht der Trainer schuld an Dortmunds Defensiv-Problemen. "Es liegt nicht am Trainer. Die Spieler stehen auf dem Platz und müssen gewisse Dinge selbst organisieren. Da ist Mats Hummels als Abwehrchef hauptverantwortlich", kritisierte er. Die Dortmunder würden sich in diesem Zuge selbst das Leben schwer machen.

Effenberg moniert fehlendes Gleichgewicht

Auch den Trainerwechsel von Lucien Favre zu Terzic sieht der 52-Jährige kritisch. "Favre war auch nicht schuld. Mit Favre würden sie meiner Meinung nach besser dastehen als mit Terzic."

Das Gleichgewicht der Mannschaft stimme nicht, monierte Effenberg. "Wenn man vorne mit Erling Haaland, Jadon Sancho, Marco Reus und Julian Brandt vier Top-Offensivspieler hat, die nicht bereit sind, den Rückwärtsgang einzulegen, wie soll das funktionieren?"

Der ehemalige Mittelfeldspieler schlägt eine taktische Veränderung vor, um die Probleme in den Griff zu bekommen. "Vielleicht ist es auch eine taktisch falsche Aufstellung. Vielleicht muss man in Zukunft ein, zwei Offensive opfern, um Stabilität hineinzubringen und das Zentrum defensiv dichtzumachen. Wenn vier oder fünf Spieler bei Ballverlust stehenbleiben, kann man das nicht verteidigen."