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Für Union Berlin läuft es in dieser Saison überraschend gut. Einen großen Anteil daran hat der Kapitän, der zu Europas besten Standardschützen zählt.

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Union Berlin ist der Hingucker der Bundesliga. Der Klub aus dem Berliner Ortsteil Köpenick hat sich in seiner zweiten Erstligaspielzeit zu einem Europapokal-Anwärter entwickelt. Mit 28 Punkten steht Union auf Rang acht. 

Die Mannschaft von Urs Fischer hat sich zudem innerhalb von eineinhalb Jahren von einem Team mit einer eher simplen Spielidee zur Überraschungsmannschaft entwickelt. "Im Sommer hatten wir einen ordentlichen Umbruch. Zudem kam Max Kruse mit einer Verletzung zu uns. Da weiß man auch nie, wie das funktioniert. Es war nicht zu erwarten, dass es so gut und so schnell läuft", macht Christopher Trimmel bei SPORT1 deutlich. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse der Bundesliga)

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Der 33-Jährige hat einen großen Anteil an diesem Aufschwung. Denn der Österreicher ist der beste Standardschütze der Liga, hat in dieser Saison bereits sechs Tore vorbereitet. Nicht umsonst haben die Berliner nach Bayern, Dortmund, Gladbach, und Frankfurt die meisten Tore auf dem Konto.

Trimmel: "Aktuell fühle ich mich so wohl wie noch nie"

"Aktuell fühle ich mich so wohl wie noch nie in meiner ganzen Karriere", sagt Trimmel, der sich über seine zahlreichen Torvorlagen freut. "Auch in der zweiten Saison gelingt mir das sehr gut. Das ist eine Auszeichnung, dass ich gut arbeite. Ich hoffe, dass noch ein paar Assists dazukommen. Aber das schwierige ist, auf diesem Level zu bleiben. Zweimal die Woche trainiert man das daher schon."

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Nicht nur Trimmel selbst scheint gerade in der Form seines Lebens zu sein. Auch seine Teamkollegen machen einen herausragenden Job. Doch was sind die Gründe für den Höhenflug? "Im spielerischen Bereich haben wir uns verbessert. In der Vorsaison haben wir noch mehr mit hohen Bällen agiert. Da gab es Spiele, in denen wir alle hinten standen und uns offensiv gar nichts zugetraut haben", erklärt Trimmel.

Trimmel: "Sind nicht mehr so berechenbar"

Der Rechtsverteidiger fügt hinzu: "Das haben wir abgelegt. Egal wie der Gegner heißt, wir sind mutig, spielen uns Chancen heraus. In der Offensive sind wir jetzt auch nicht mehr so berechenbar, da wir mehr kreative Spieler dabei haben."

Nichtsdestotrotz sieht Trimmel auch noch Verbesserungspotenzial. "Wir müssen uns in der Effizienz verbessern. Wir haben in jedem Spiel Situationen, die wir ruhiger und besser ausspielen müssen."

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Urs Fischer wird das auch nicht entgangen sein. Der Schweizer strebt immer nach dem Maximum, gilt als akribischer Arbeiter. Und: "Er strahlt nie Stress aus, auch wenn es mal schlecht läuft. Er erkennt Dinge sehr schnell. Das macht es uns natürlich auch leichter. Seine Ruhe und Erfahrung haben uns weit gebracht", lobt Trimmel, der hofft, dass auch Max Kruse schon bald wieder mit ihm gemeinsam auf dem Platz stehen kann. (Service: Die Tabelle der Bundesliga

Trimmel über Kruse: Er übernimmt Verantwortung

Auch während Kruses Verletzungspause nimmt der ehemalige Nationalspieler "eine sehr große Rolle" ein. "Max ist im Mannschaftsrat, übernimmt Verantwortung. Solche Charaktere sind auch in Stresssituationen ganz wichtig, weil sie Ruhe bewahren", sagt Trimmel, der aufgrund seiner fünften Gelben Karte am Samstag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nicht mitwirken kann. (Bundesliga: Union Berlin - Borussia Mönchengladbach Sa. ab 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Möglicherweise kann der Standard-Spezialist seinen vollen Fokus für einmal auf sein großes Hobby - das Tätowieren - legen, auch wenn er aktuell aufgrund der Corona-Pandemie nicht in seinem eigenen Tattoo-Studio arbeiten kann.