Lesedauer: 3 Minuten

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sieht den deutschen Rekordmeister an der Spitze des Weltfußballs angekommen. Zufrieden gibt es sich damit aber noch nicht.

Anzeige

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge von Triple-Gewinner Bayern München sieht seinen Klub an der Spitze des Weltfußballs angekommen. (Spielplan/Ergebnisse Bundesliga)

"Wir sind jetzt in allen Bereichen weltweit die Nummer eins, und diese Position wollen wir verteidigen und ausbauen", sagte 65-Jährige im Interview mit dem Klubmagazin 51.

Anzeige

Nach einem "phänomenalen Jahr" müsste man "unsere Entwicklung und den Fußball, den wir spielen, wirklich mal genießen. Wenn das gehen würde, müssten wir uns 2020 eigentlich einrahmen lassen - mit Goldrand!"

Mit großer Zufriedenheit hatte Rummenigge im CHECK 24 Doppelpass zuletzt nicht nur die Lage der Bayern, sondern auch die der Bundesliga betrachtet: "Wir neigen immer etwas dazu, uns klein zu machen. Ich möchte noch mal daran erinnern, dass alle vier Champions-League-Teams und beide Europa-League-Teilnehmer sich locker für die K.o.-Runde qualifiziert haben. Die Benchmark momentan in Europa ist die Bundesliga! Die Spiele in Deutschland sind aktuell die besten in der ganzen Fußballwelt. Die anderen sind auch gut, aber die Bundesliga ist besser geworden."

Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Rummenigge glaubt nicht mehr an Mega-Ablösesummen

Mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie sieht Rummenigge widersprüchliche Entwicklungen: "Der wirtschaftliche Schaden ist bei den größeren Klubs schwerwiegender, weil sie höhere laufende Kosten haben. Es gibt zum Beispiel noch keine Korrektur in der Gehaltsstruktur bei den Spitzenspielern. Wer ins oberste Regal greift, muss weiterhin in Kauf nehmen, viel auszugeben."

Rummenigge glaubt allerdings daran, dass die Zeit der Mega-Ablösesummen aufgrund der Krise vorbei ist: "Die Transferausgaben haben sich hingegen im Vergleich zu den Vorjahren halbiert. Absurde Summen wie noch vor zwei Jahren erleben wir derzeit nicht, und ich zweifle, ob die Beträge irgendwann mal wieder solche Dimensionen erreichen."

Mit Blick auf die angelaufenen Corona-Impfungen ist Rummenigge "vorsichtig optimistisch, dass wir im Laufe des Jahres wieder Zuschauer in der Allianz Arena haben werden".

Auch interessant
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Die Transfer-Baustellen der Bayern
  • Fussball / Transfermarkt
    2
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Kriselnder Bundesligist an Meyer dran
  • Int. Fussball / Championship
    3
    Int. Fussball / Championship
    Der Abstieg von Klopps Musterschüler
  • Fußball / Bundesliga
    4
    Fußball / Bundesliga
    Bittere Story eines BVB-Transfers
  • Boulevard
    5
    Boulevard
    Der Porno-Absturz der Surf-Coffeys

Rummenigge sieht seinem Abschied gelassen entgegen

DAZN gratis testen und die Bundesliga auf Abruf erleben | ANZEIGE

Seinem Abschied vom Posten des Vorstandsvorsitzenden zum Ende des kommenden Jahres sieht Rummenigge gelassen entgegen: "Wenn ich im Dezember meinen letzten Arbeitstag haben werde, hoffe ich, dass ich zur Tür hinausgehe und die Leute sagen, dass da einer über die Jahre mehr richtig als falsch gemacht hat." Oliver Kahn wird Rummenigges Posten übernehmen und den Klub dann gemeinsam mit Präsident Herbert Hainer führen (Tabelle der Bundesliga).

Eine mögliche Verbandsarbeit nach seiner Zeit beim FC Bayern schloss er zuletzt im CHECK 24 Doppelpass aus. "Ich weiß, was ich kann und was ich nicht will. Aber wenn ich die ganzen Verbandstrukturen sehe, da sträubt sich alles bei mir. Da hat man nichts mehr mit dem Fußball zu tun, sondern das ist Politik. Der DFB hat momentan viel zu tun, aber das sollen sie bitte alleine machen", wurde Rummenigge deutlich. 

-----
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)