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München und Sinsheim - Borussia Dortmund gewinnt erstmals seit knapp acht Jahren in Hoffenheim. Das Tor erzielt Marco Reus, der zusammen mit Erling Haaland erst in der zweiten Halbzeit kam.

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Borussia Dortmund hat sich mit einem Sieg aus der Länderspielpause zurückgemeldet. (Spielplan der Bundesliga 2020/21)

Bei der TSG Hoffenheim gewann der BVB im 300. Bundesliga-Spiel von Trainer Lucien Favre durch ein Tor von Marco Reus (76.) mit 1:0 und feierte damit seinen ersten Sieg in Sinsheim seit Dezember 2012. Es war der erste Bundesliga-Treffer des Nationalspielers seit Februar diesen Jahres.

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Haaland liefert Vorlage

Die Vorlage zu dem Treffer, der wegen einer möglichen Abseitsstellung vom VAR überprüft worden war, lieferte Erling Haaland. (Tabelle der Bundesliga)

Das Duo war erst elf Minuten zuvor für Jadon Sancho und Julian Brandt eingewechselt worden.

"Es hat sich schon früh herauskristallisiert: Wer das erste Tor schießt, hat gute Chancen, das Spiel zu gewinnen", sagte Reus bei Sky. "Wir haben uns hier in den letzten Jahren sehr schwer getan. Es war eine ausgeglichene Partie. In der zweiten Halbzeit kam es dann darauf an, dass wir uns mehr Chancen erspielen und vorne einfach zielstrebiger werden."

BVB-Sportdirektor Michael Zorc betonte: "Wir haben sehr verdient gewonnen. Die Doppel-Einwechslung von Haaland und Reus hat uns noch einen Push gegeben."

Der CHECK24 Doppelpass mit Jörg Schmadtke, Christoph Daum und Cem Özdemir am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Der BVB hat nun neun Punkte auf dem Konto, die Hoffenheimer bleiben bei sechs Zählern.

Favre lässt Stars auf der Bank

Favre überraschte mit seiner Startelf, in der zahlreiche prominente Namen auch wegen der Länderspiele in den vergangenen Tagen fehlten. Neben Haaland und Reus saßen auch Raphael Guerreiro und Torwart Roman Bürki auf der Bank.

Die TSG musste auf Top-Torjäger Andrej Kramaric verzichten, der wie Kasim Adams nach Länderspiel-Reisen positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Zudem saßen aufgrund der Belastung auch bei den Hoffenheimern zahlreiche Nationalspieler auf der Bank.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

Gacinovic mit der ersten Chance

In der ersten Halbzeit waren vor 6030 zugelassenen Zuschauern zunächst Gastgeber Hoffenheim besser ins Spiel gekommen. Schon nach vier Minuten hatte die TSG die erste große Chance. Mijat Gacinovic rutschte in eine scharfe und präzise Vorlage von Robert Skov und drückte die Kugel nur knapp am Pfosten vorbei.

Auffällig waren die großen Probleme auf beiden Seiten mit dem neu verlegten Rasen. Ständig rutschten die Spieler weg. Schon nach 20 Minuten musste der Dortmunder Lukasz Piszczek mit einer Augenverletzung vom Platz. Für den Polen, der vom Hoffenheimer Stefan Posch mit der Hand im Gesicht getroffen worden war, kam Thomas Delaney.

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BVB diktiert das Geschehen

Nach einer halben Stunde änderte sich aber das Geschehen auf dem Platz, die Dortmunder übernahmen das Kommando. Zunächst musste Skov auf der eigenen Torlinie gegen Giovanni Reyna (35.) retten, anschließend scheiterte Thomas Meunier per Kopf an der Latte (37.).  

Zu Beginn des zweiten Durchgangs drückten die Gäste noch mehr aufs Tempo. Die Dortmunder Führung schien eine Frage der Zeit zu sein. Nach einer knappen Stunde kamen die Hoffenheimer aber wieder besser ins Spiel, die Partie war ausgeglichen. 

Schmerzhaft wurde es in dieser Phase für Hoffenheims Sebastian Rudy, der in einem Zweikampf mit Dortmunds Felix Passlack ein Zahn verlor.

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Nach dem Willen Favres sollten das Haaland und Reus ändern - beide kamen in der 64. Minute. Sancho und Julian Brandt mussten Platz machen. In der 74. Minute scheiterte Reus an TSG-Torwart Oliver Baumann. Kurz darauf machte er es nach Haalands Vorarbeit besser. Haaland selbst vergab in der 79. Minute eine Großchance.

Für Dortmund wie für Hoffenheim beginnt in der kommenden Woche die Europacup-Saison. Die Borussen müssen am Dienstag zum Auftakt der Gruppenphase der Champions League bei Lazio Rom antreten, die TSG trifft am Donnerstag in der Europa League auf Roter Stern Belgrad.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)