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Der FC Bayern fährt den fünften Titel im Jahr 2020 ein. Borussia Dortmund kommt gegen den den FCB zu guten Chancen, doch für die Entscheidung sorgt Joshua Kimmich.

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Der FC Bayern gewinnt im Jahr 2020 seinen fünften (5!) Titel.

Nach der Meisterschaft, dem DFB-Pokal, dem Champions-League-Sieg und dem Gewinn des europäischen Supercups stemmten die Münchner nun den deutschen Supercup in die Höhe.

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Dank eines Kunstschusses von Joshua Kimmich im Fallen darf sich Bayern nach einem wilden Klassiker jetzt sogar "Quintuple"-Gewinner nennen.

Matchwinner Kimmich ließ nach seinem Tor zum 3:2 einen Urschrei los und seine Fäuste schnellten in die Höhe. Mit einer artistischen Einlage im Fallen hatte der deutsche Nationalspieler dem Rekordmeister in einem wilden Klassiker gegen den ewigen Rivalen Borussia Dortmund den nächsten Pokal beschert und jubelte nach dem Schlusspfiff am lautesten über Titel Nummer fünf. (Supercup: Das Spiel im TICKER zum Nachlesen). 

Neuer staunt über Kimmich

"Joshua ist ein klasse Spieler. Wie er den im Fallen ins Tor chippt...", staunte nicht nur der erneut überragende Manuel Neuer nach dem turbulenten 3:2 (2:1) über Kimmich. Auch Trainer Hansi Flick nahm den Matchwinner in die Arme und schien zu fragen: Wie hast du das denn gemacht? Kimmich zeigte dann seine linke Hacke her.

Kimmichs Kunststück in der 82. Minute bedeutete die Entscheidung für den Champions-League-Sieger, nachdem die Bayern zunächst eine 2:0-Führung aus der Hand gaben. Bayerns Mittelfeld-Anführer eroberte an der Mittellinie den Ball, tankte sich bis zum Strafraum durch, wo er von Robert Lewandowski bedient wurde, und schloss ab. Dortmunds Schlussmann Marvin Hitz verhinderte das Tor noch, den Abpraller beförderte der ins Fallen geratene Kimmich in hohem Bogen doch noch ins Tor. 

Corentin Tolisso (18.) und Thomas Müller (32.) brachten die Mannschaft von Erfolgscoach Hansi Flick im Duell der großen Wochenend-Verlierer der Bundesliga scheinbar beruhigend in Führung. Doch Dortmund kam durch Julian Brandt (39.) und Jungstar Erling Haaland (52.) im "Abschiedsspiel" für Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, die ihre Karriere mit nur 41 Jahren beenden wird, noch einmal zurück.

Kimmich (82.) brachte Rekordsieger Bayern doch noch den achten Supercup. 

Flick und Favre rotieren durch

Beide Trainer warfen für das Prestigeduell ohne Fans die Rotationsmaschine an. Flick wechselte nach der 1:4-Pleite in Hoffenheim auf fünf Positionen und beorderte unter anderem Toptorjäger Robert Lewandowski zurück in die Startelf.

Lucien Favre brachte nach dem ernüchternden 0:2 in Augsburg sogar sechs Neue, darunter erstmals in dieser Saison Marco Reus von Beginn an.

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Mit den vielen Wechseln waren auch taktische Veränderungen verbunden. Bei den Bayern agierte Javi Martinez als zusätzlicher Abfangjäger im defensiven Mittelfeld, was aber nur bedingt half.

Müller vagabundierte zwischen rechtem Flügel und der Zehnerposition, was Dortmund immer wieder Lücken bot.

Die Borussia setzte ohne die Jungstars Jadon Sancho (krank), Jude Bellingham und Giovanni Reyna (beide Bank) in Person von Thomas Delaney ebenfalls auf mehr defensive Stabilität in der Zentrale. Diese schienen die Gäste anfangs auch zu finden, doch der BVB verpasste es aufgrund fehlender Passschärfe, die tiefen Räume zu bespielen und den Münchnern schon früher richtig weh zu tun.

Bayern kontert die Dortmunder aus

Stattdessen war die Bayern-Führung das Produkt eines klassischen Konters a la Dortmund. Nach einer BVB-Ecke gelangte der Ball über nur vier Stationen in den anderen Strafraum, wo Tolisso auf Zuspiel von Lewandowski im Nachfassen vollstreckte.

Ersatzkeeper Marwin Hitz, der den erkrankten Roman Bürki vertrat, war machtlos.

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Reus hatte nach einem Fehlpass von Manuel Neuer den Ausgleich auf dem Fuß (24.). Doch die erneute Antwort der Bayern ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer scharfen Davies-Flanke stieg Müller am langen Pfosten höher als der deutlich kleinere Felix Passlack und köpfte ein.

Coman ließ nach einem erneuten Konter das 3:0 liegen (38.). 

Kimmich mit Lucky Punch im Liegen

Im Angesicht der Niederlage wurde Dortmund mutiger, presste höher - und wurde belohnt. Nach einem erzwungenen Fehler im Aufbauspiel von Benjamin Pavard leitete Reus den Ball gedankenschnell zu Haaland weiter, der Torschütze Brandt bediente.

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Nach der Pause hätte schon Thomas Meunier (47.) ausgleichen müssen. Dies besorgte Haaland nach Delaneys Pass, und der Norweger hatte sogar das 2:3 auf dem Fuß (59.) - doch Neuer parierte im Eins-gegen-eins herausragend. 

Mit zunehmender Spielzeit standen sich beide Teams wankend wie zwei angeschlagene Boxer gegenüber - in Erwartung eines Lucky Punchs. Der gelang Kimmich auf spektakuläre Weise.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)