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Nach dem desolaten 1:4 gegen Stuttgart vermeidet Sportvorstand Rouven Schröder ein Bekenntnis zum Trainer. Achim Beierlorzer scheint in Mainz nicht mehr zu halten.

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Auf die Frage, ob er mit seiner Entlassung rechne, reagierte Achim Beierlorzer fast schon zynisch. "Das würde ja jetzt alles wunderbar passen", sagte der Noch-Trainer des 1. FSV Mainz 05 bei Sky.

Erst die Trennung von Stürmer Adam Szalai, dann der Spielerstreik, nun ein 1:4 gegen Aufsteiger VfB Stuttgart - die Mainzer befinden sich gerade in einer Art Verstümmelungsmodus.

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Und Beierlorzer könnte der Nächste sein, den es trifft.

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Die Frage nach seiner Zukunft sei "berechtigt", sagte Beierlorzer weiter, gleichwohl gehe er davon aus, dass er Trainer bleibe.

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Schröder: "Gespräche ergebnisoffen führen"

Beinahe zeitgleich äußerte sich Sportvorstand Rouven Schröder ebenfalls am Sky-Mikrofon bedeutungsschwanger. Ob Beierlorzer beim nächsten Spiel als Trainer auf der Bank sitzen werde? "Kann ich nicht bestätigen", sagte Schröder und fügte hinzu: "Wir werden die Gespräche dahingehend ergebnisoffen führen. Wir werden alles auf den Tisch legen." Das klingt sehr stark nach Trainer-Trennung. 

Vom Täter zum Opfer, so schnell kann es womöglich gehen. Beierlorzer (sozusagen Experte für geräuschvolle Trainerwechsel und in Mainz vor zehn Monaten nur wenige Tage nach seinem Aus in Köln angetreten) war ja primär dafür mit verantwortlich, dass die Mainzer in der vergangenen Woche ihren verdienten Angreifer Szalai ausmusterten. Und damit eine Art Erdrutsch auslösten, von dem Beierlorzer wohl nun selbst mitgerissen wird.

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Erst zeigte sich die Mannschaft mit Szalai solidarisch und verweigerte das Training, die Leistung gegen Stuttgart glich nun ebenfalls einer Arbeitsverweigerung. "Das kann zusammenhängen, muss es aber nicht", sagte Robin Zentner. Kapitän Danny Latza beteuerte immerhin: "Wir sind als Mannschaft aufgetreten und stehen auch hinter dem Trainer."

Konflikt um Rückzahlung gekürzter Gehälter

Zu sehen war dies nur in der ersten Halbzeit. Durch Robin Quaison (13.) waren die Mainzer sogar in Führung gegangen. Doch nach dem Ausgleich durch Silas Wamangituka (45.) fielen die Gastgeber förmlich auseinander, bekamen durch Daniel Didavi (61.), Mateo Klimowicz (80.) und Sasa Kalajdzic (86.) noch eine regelrechte Packung. (Spielplan der Bundesliga 2020/21)

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Nach zwei Pleiten zum Saisonauftakt und der düsteren Gemengelage ist allen im Karnevalsverein das Lachen längst vergangen. (Tabelle der Bundesliga)

Obendrein schwelt parallel die Diskussion um eine mögliche Rückzahlung des gekürzten Gehalts während der Coronakrise.