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Karl-Heinz Rummenigge hat Planspiele des FC Bayern offenbart, die für eine Rückkehr von Fans in die Allianz Arena sorgen könnten. Der FCB-Chef ist zuversichtlich.

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Die Bundesliga läuft nach der Coronapause zwar schon wieder auf Hochtouren - doch aufgrund des Infektionsrisikos sind die Stadien während der Partien so gut wie leer. 

Bis zum Saisonende wird sich am Zustand der Geisterspiele nichts ändern - doch wie sieht es in der kommenden Saison aus? 

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Im Podcast des FC Bayern gibt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Auskunft über die Planspiele des Rekordmeisters in Sachen Zuschauer. "Ich kann mir zumindest vorstellen, dass es eine stufenweise Befüllung im Stadion geben wird", verrät der 64-Jährige.

"Wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht direkt mit 75.000 Leuten das Stadion auffüllen dürfen. Es ist vielleicht möglich, dass man eben unter gewissen Sicherheitsvoraussetzungen und medizinischen Voraussetzungen langsam wieder anfängt."

Lehmanns Aussagen sorgten für Irritationen

Bereits vor einigen Wochen hatte der ehemalige Nationaltorhüterr Jens Lehmann im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 mit einer ähnlichen Einschätzung für Zündstoff gesorgt.

"Mir hat noch keiner die Frage beantworten können, warum man in ein Stadion wie die Allianz Arena, in die 70.000 Leute reinpassen, nicht 20.000 reinstecken kann", sagte Lehmann.

Um 20.000 Fans geht es zwar nicht - aber zumindest gut die Hälfte könnte wohl im Stadion verteilt werden.

Wie aber müsste man die Zuschauer platzieren, ohne dass sie die Einhaltung des Mindestabstands verletzen? "Wir haben mal vor Kurzem virtuell gesponnen und kamen dann auf eine Maximalkapazität von rund 11.000 oder 12.000", verrät der Bayern-Chef. "Das würde bedeuten: Ich sitze, links und rechts und vor und hinter mir sitzt keiner."

"Wenn es irgendwo klappen kann, dann hier in Deutschland"

Die größte Sorge, so Rummenigge, sei der gemeinschaftliche Freudenausbruch bei einem Treffer. "Fußball ist ein emotionales Spiel und wenn ein Tor fällt, haben sich Fans umarmt und gefeiert. Und das ist die große Frage, wie man das organisiert, dass wir trotz der Emotionalität weiterhin diszipliniert sind."

Nachdem die Bundesliga als Vorreiter der Topligen beim Re-Start fungiert, könnte sie auch bei der schrittweisen Rückkehr der Fans als Vorbild dienen.

Rummenigge ist jedenfalls zuversichtlich: "Wenn es irgendwo klappen kann, dann hier in Deutschland. (...) Man müsste die Zuschauer bitten, das analog zu tun wie die Spieler und alle um die Mannschaft herum. Wir brauchen immer den Goodwill und die Zustimmung der Politik."