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München - Der FC Bayern erledigt die Pflichtaufgabe Düsseldorf souverän und kommt dem Titel immer näher. Lewandowski beendet einen Fluch, Hernández muss früh raus.

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Der FC Bayern München eilt weiter unbeirrt der 30. deutschen Fußball-Meisterschaft entgegen.

Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick spielte sich bei ihrer 5:0 (2:0)-Gala gegen ein bedauernswertes Fortuna Düsseldorf phasenweise in einen Rausch und gewann auch das vierte Spiel seit dem Liga-Restart. Damit trennen den Rekordmeister nur noch höchstens drei Erfolge aus fünf Partien vom nächsten Titel (Die Tabelle der Bundesliga).

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Mit zumindest vorübergehend zehn Punkten Vorsprung auf den BVB ist den Bayern Rang eins kaum mehr zu nehmen.

Der CHECK24 Doppelpass mit Markus Babbel und Fortuna-Vorstand Thomas Röttgermann am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Ein Eigentor von Mathias Jörgensen (15.), Benjamin Pavard (29.), Toptorjäger Robert Lewandowski (43., 50.) und Alphonso Davies (52.) ebneten den gierigen Bayern den Weg. Lewandowski beseitigte mit seinen Saisontreffern Nummer 28 und 29 einen kleinen Makel: Er hat jetzt gegen alle 18 aktuellen Bundesligisten getroffen. Gegen Düsseldorf benötigte er dafür ungewöhnlich lange 423 Ligaminuten Anlauf (Spielplan und Ergebnisse).

"Nach dem Spiel gegen Dortmund wollten wir die gleiche Mentalität zeigen", sagte Davies, der seinen Treffer als "sehr besonders" bezeichnete.

Bayern jagt eigene Bestmarke

Mit 86 Toren nach 29 Runden stellten die Bayern, die die vergangenen acht Partien gewonnen haben, einen Ligarekord auf. Die eigene Bestmarke von 101 Treffern (1971/72) scheint möglich.

Trainer Hansi Flick tat freilich, als bringe ihn das alles nicht aus der Ruhe. "Statistiken und Rekorde interessieren mich aktuell nicht", betonte er bei Sky, "mir geht es darum, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen." Ihm sei nach dem Spiel in Dortmund auch besonders "wichtig" gewesen, "dass die Mannschaft nicht nachlässt, und das haben wir heute gesehen. Wir haben dem Gegner nicht den Hauch einer Chance gegeben." Die Bayern seien "eine andere Liga", sagte Fortunas Erik Thommy.

Düsseldorf kassierte im letzten Pflichtspiel unter Sportvorstand Lutz Pfannenstiel nach sechs Begegnungen ohne Niederlage und wie zuvor in Dortmund die höchste Saisonpleite. Die Fortuna gerät auf Relegationsplatz 16 immer stärker unter Druck.

"Wir wollen die Bayern anlaufen, mutig sein", hatte Gäste-Coach Uwe Rösler vor der Begegnung bei Sky gesagt. Doch seine Mannschaft verteidigte nur zu Beginn geschickt, viel Risiko ging sie nie ein. Stattdessen versuchte sie die Münchner in einen Abnutzungskampf zu zwingen. Rösler, dem Abwehrchef Kaan Ayhan wegen muskulärer Probleme fehlte, hatte auch deshalb fünf Wechsel vorgenommen. Seine Elf werde "unheimlich viel laufen" müssen, prophezeite er.

Startelf-Rückkehrer Hernández muss raus

Das stimmte - Düsseldorf lief gegen gewohnt dominante Bayern aber fast durchweg hinterher. Zur Führung verhalf dem Rekordmeister zwar noch etwas Fortune, als Jörgensen den Ball nach einem harmlosen Schuss von Pavard mit der linken Hand ins eigene Tor lenkte. Doch schon Pavards Kopfball-Aufsetzer nach einer Ecke von Joshua Kimmich brachte die Vorentscheidung; Gegenspieler Niko Gießelmann griff nicht beherzt genug ein.

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Die Bayern-Abwehr um Lucas Hernández, der für den zuletzt leicht angeschlagenen Jérôme Boateng erstmals seit dem 21. Februar von Beginn an ran durfte und überzeugte, wurde nur sehr selten gefordert. Dass der französische Weltmeister zur Pause vom Platz musste, war der einzige echte Wermutstropfen im Münchner Siegerkelch.

"Das war verletzungsbedingt. Ich musste ihn runternehmen. Er hat Adduktorenprobleme gehabt, das Risiko war einfach zu groß. Das wollten wir nicht eingehen bei dem Spielstand", begründete Flick den Tausch anschließend.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Wie sehr die Bayern den anderen Klubs aktuell überlegen sind, zeigte exemplarisch das 3:0. Düsseldorfs neuformierte Viererkette kam beim schnellen Angriff über Joshua Kimmich und Müller schlicht nicht hinterher, Lewandowski musste aus sechs Metern nur noch einschieben. Seinen zweiten Treffer erzielte der Pole nach einem nicht minder sehenswerten Vorstoß traumhaft per Hacke.