Lesedauer: 2 Minuten

München - Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält bei SPORT1 nichts von Geisterspielen in der jetzigen Situation. Erst im Herbst könnte er sich die Fortsetzung der Saison vorstellen.

Anzeige

Die Bundesliga plant baldige Geisterspiele, um die Saison zu Ende bringen zu können.

Diese Pläne könnten aber durch die Politik durchkreuzt werden, wie Karl Lauterbach andeutete.

Anzeige

"Stellen Sie sich folgende katastrophale Situation vor. Wir lassen die Bundesliga wieder anrollen und es kommt wieder zu mehr Fällen", gibt der SPD-Gesundheitsexperte im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 zu bedenken: "Das wäre aus meiner Sicht nicht vertretbar, insbesondere nicht gegenüber den Unternehmen, die auch auf Lockerungen warten, die wir aber nicht in Aussicht stellen können."

Das FC Schalke Spezial, Ostermontag, 20 Uhr, im TV auf SPORT1

Seiner Meinung nach könnten Geisterspiele aber später stattfinden: "Ich denke im Herbst könnte wieder gespielt werden, wenn wir dann genügend Tests haben und keiner das Gefühl hat, hier wird einem etwas weggenommen."

Lauterbach: "Übertragung von Viren kaum vermeidbar"

Der Politker verweist außerdem auf derzeitige logistische Probleme bei der Durchführung von eventuellen Spielen ohne Zuschauer. "Ich glaube, dass es sehr schwer werden würde, die Geisterspiele so zu veranstalten, dass die Gesundheit der Spieler geschützt wäre. Durch den Kontaktsport ist die Übertragung von Viren kaum vermeidbar, wenn jemand infiziert ist", sagte er.

Meistgelesene Artikel

Das sei nur denkbar, "wenn die Spieler vor den Spielen mehrfach getestet werden, ob sie genetisches Material im Abstrich haben", betonte Lauterbach: "Dafür müsste eine große Testbatterie bei allen Spielern durchgeführt werden."

Er spricht dabei von einer fünfstelligen Zahl, die nur für die Bundesliga bereitgestellt werden müsse. Die 2. und 3. Liga sowie die Frauen-Bundesliga seien dabei noch gar nicht berücksichtigt.

"Wenn der Fußball eine 'Extrawurst' gebraten bekommt, wird es Ressentiments in der Bevölkerung geben", so der Bundestagsabgeordnete weiter: "Das würde dem Fußball nicht gut tun."