Ramy Bensebaini und Lars Stindl (l.) sorgen für die ersten beiden Tore der Partie
Ramy Bensebaini und Lars Stindl (l.) sorgen für die ersten beiden Tore der Partie © Getty Images
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Augsburg - Borussia Mönchengladbach bleibt an den Topteams der Bundesliga dran. Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte beim FC Augsburg drehen beide Teams auf.

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Borussia Mönchengladbach bleibt im Rennen um die Champions-League-Plätze auf Kurs.

Die Mannschaft von Trainer Marco Rose setzte sich mit 3:2 (0:0) beim FC Augsburg und behauptete nach dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage den vierten Rang in der Fußball-Bundesliga.

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Matchwinner für den fünfmaligen Meister war Kapitän Lars Stindl, der mit einem Doppelpack (53./79.) den Sieg sicherte (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER). 

Aber auch der zur zweiten Hälfte eingewechselte Alassane Plea, der das 1:0 von Ramy Bensebaini (49.) und Stindls ersten Treffer vorbereitete, spielte eine Hauptrolle. Vor allem Sindls zweiter Treffer war eine echte Augenweide. Der Spielführer nahm eine Hereingabe von der rechten Seite mit dem einen Fuß an, drehte sich dabei in einer fließenden Bewegung um seinen Gegenspieler herum und schloss dann mit dem anderen Fuß ab.

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Der Ball war schwer zu kontrollieren, weil er halbhoch in Stindls Rücken gespielt wurde.

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Die Augsburger, die die ersten beiden Treffer mit Fehlern begünstigten, kamen durch Eduard Löwen (57.) und Alfred Finnbogason (83.) zweimal zum Anschlusstor (SERVICE: Die Tabelle). Nach vier Partien ohne Sieg müssen sich die Schwaben nach unten orientieren. 

Gladbachs Tohüter Yann Sommer lobte die Hausherren dennoch: "Wir haben ein sehr intensives Spiel erlebt, gegen eine Mannschaft, die gut gespielt hat." Das Spiel sei "ok" gewesen, der Ausgang aber "sicher auch ein bisschen glücklich."

Hofmann lässt Großchance liegen

Rose hatte seine Startelf gegenüber dem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim auf zwei Positionen geändert: Tobias Strobl und Ramy Bensebaini verdrängten Oscar Wendt und Plea. Sein Gegenüber Martin Schmidt tauschte nach dem 0:2 bei Bayer Leverkusen gleich vier Spieler aus. 

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In der ereignisarmen Anfangsphase blieben beide Strafräume weitgehend verwaist. Gladbach versuchte, das Spiel zu kontrollieren, spielte im Zweifel aber lieber den Ball zurück als nach vorne. Augsburg operierte mit langen Bällen, die meist beim Gegner landeten (SERVICE: Der Bundesliga-Spielplan). 

Es dauerte eine halbe Stunde, bis beide Torhüter anders als mit Rückpässen beschäftigt wurden. Die erste klare Torchance ließ aber noch länger auf sich warten: Lars Stindl scheiterte nach dem ersten gelungenen Angriff der Gäste an Augsburgs Keeper Tomas Koubek (36.).

Auch Florian Neuhaus konnte den Tschechen nicht überwinden, beim Nachschuss bekam Jonas Hofmann seine Beine nicht schnell genug sortiert (42.). 

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Yann Sommer auf der Gegenseite musste hauptsächlich lange Pässe des FCA schon vor dem Strafraum abfangen.

Löwen macht seinen Fehler wieder gut

Beim Gladbacher Führungstreffer in der deutlich besseren zweiten Halbzeit half Koubek mit: Nach einer Hereingabe des eingewechselten Plea zögerte der Keeper, Stindl spitzelte den Ball zu Bensebaini, der ins leere Tor traf.

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Auch beim 0:2 patzte ein Augsburger: Eduard Löwen ließ sich nach einem Einwurf vor dem eigenen Strafraum den Ball abnehmen, erneute leistete Plea die Vorarbeit - diesmal für Stindl. 

"Vielleicht wäre es dann besser gewesen, kurz zu warten und den Ball in dieser Situation nach vorne zu werfen", haderte Löwen bei Sky. Er habe den Ball auf die gegenüberliegende Seite spielen wollen, sei aber zu langsam gewesen: "Und eine Mannschaft wie Gladbach bestraft das natürlich sofort." Und weiter: "Die Rückrunde wird kein Selbstläufer."

Nur vier Minuten später machte Löwen seinen Fehler wieder gut, als er nach Flanke des ebenfalls zur Halbzeit eingewechselten Raphael Framberger mit einem Kopfball sein erstes Tor für Augsburg erzielte.

Auf der anderen Seite hatte Koubek Glück, als Pleas Kopfball gegen die Latte klatschte (62.).