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Berlin - Leverkusen gerät bei Union Berlin früh in Rückstand, schlägt aber ganz spät entscheidend zu. Das Spiel muss in der zweiten Hälfte zweimal unterbrochen werden.

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Bayer 04 Leverkusen hat mit viel Glück den Anschluss an die Tabellenspitze der Bundesliga gewahrt.

Die Werkself gewann dank eines Last-Minute-Treffers von Karim Bellarabi in der Nachspielzeit bei Aufsteiger Union Berlin trotz einer in der Offensive lange Zeit katastrophalen Vorstellung mit 3:2 und darf sich damit weiter minimale Titelchancen ausrechnen. (Bundesliga-Tabelle)

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Von der Glanzleistung eine Woche zuvor gegen Borussia Dortmund (4:3) war Leverkusen allerdings meilenweit entfernt. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga) (Bundesliga-Tabelle)

Christian Gentner (7.) hatte die Eisernen in Führung gebracht, ehe Nationalspieler Kai Havertz (22.) und Moussa Diaby (83.) die Partie für Bayer drehten. Marius Bülter gelang nochmals der Ausgleich (87.), doch Bellarabi belohnte die spät aufgewachte Werkself in der Nachspielzeit (90.+4). (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

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Gentner bringt Union in Führung

Union hatte an der Alten Försterei losgelegt wie die Feuerwehr und den deutlich besseren Start erwischt.

Bereits nach drei Minuten setzte Stürmer Sebastian Andersson einen Schuss nur Zentimeter neben den Pfosten, ehe Christian Gentner mit einem echten Strahl zur verdienten Führung der Eisernen traf (7. Minute).

Der Ausgleich fiel aus dem Nichts und mit dem ersten Torschuss der Gäste: Lars Bender leitete einen langen Ball auf Kai Havertz weiter, der über Union-Keeper Rafal Gikiewicz zum 1:1 lupfte.

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Bosz wechselt doppelt zur Pause

Bis zur Pause passierte im Anschluss nicht mehr viel, das Spiel entwickelte sich durch zahlreiche Fehlpässe auf beiden Seiten zu einem Kampf im Mittelfeld - ohne weitere, gefährliche Strafraumszenen.

Bayer-Trainer Peter Bosz reagierte in der Halbzeit und brachte für den gelb-rot-gefährdeten Mitchell Weiser den Chilenen Charles Aranguiz, der zuletzt mit einem Muskelfaserriss gefehlt hatte. Auch der schnelle Offensivspieler Moussa Diaby kam neu in die Partie.

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Unterbrechung wegen Pyrotechnik

Am Spiel änderte sich aber nur wenig: Union machte geschickt die Räume eng und war aggressiv in den Zweikämpfen, die Leverkusener konnten dadurch ihr Kombinationsspiel nicht wie gewohnt aufziehen.

Die zweite Halbzeit musste mehrmals unterbrochen werden, weil Gäste-Fans wiederholt Pyrotechnik zündeten. In der 62. Minute schickte Schiedsrichter Harm Osmers die Spieler sogar für eine längere Pause an die Seitenlinie.

In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Joker Diaby drehte die Partie nach einem Konter über Kevin Volland zunächst zugunsten von Bayer 04 (83.), nur vier Minuten später stellt Union wieder auf Remis: Bülter setzte sich auf engstem Raum gegen zwei Gegenspieler durch und traf mit einem sehenswerten Schlenzer.

In der siebenminütigen Nachspielzeit brachte der ebenfalls eingewechselte Bellarabi den Ball zum 3:2-Endstand für Leverkusen aus spitzem Winkel im Tor unter (90.+4).