Erling Haaland (r.) ist der zweitjüngste Bundesligaspieler, der bei seinem Debüt einen Dreierpack schaffte
Erling Haaland (r.) ist der zweitjüngste Bundesligaspieler, der bei seinem Debüt einen Dreierpack schaffte © SPORT1-Grafik/Getty Images
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München - BVB-Neuzugang Erling Haaland verzückt mit seinem Dreierpack und führt noch einmal das Hinrunden-Problem vor Augen. Den Hype nehmen die Dortmunder sicher gerne in Kauf.

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Erling Haaland konnte es ja selbst kaum glauben. Von drei Toren habe er nicht geträumt, gab der BVB-Neuzugang nach seinem Drei-Tore-Debüt beim FC Augsburg zu – nur von zwei.

Man könnte das für Arroganz halten. Das würde aber nicht zum Auftreten des jungen Norwegers passen. Kapitän Marco Reus beschreibt ihn als ruhigen, hart arbeitenden Typen. Und auch die sonstigen Statements Haalands sprechen nicht dafür, dass er schnell abhebt.

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Vielmehr weiß da einer einfach, was er kann. Und das ist eine ganze Menge, wie schon in den ersten 35 Bundesliga-Minuten zu sehen war. Vor allem legte Haaland bei seinem Traum-Debüt ungewollt den Finger in die BVB-Wunde der Hinrunde.

Immer wieder wurden die Dortmunder dafür kritisiert, dass die Spielertypen in der Offensive zu ähnlich sind, ihnen ein echter Mittelstürmer im Kader fehlt. Nach der durchwachsenen Hinrunde gestanden die Verantwortlichen sogar selbst ein, dass sie an dieser Stelle nachbessern müssen. „Er bewegt sich gut zwischen den Linien, das gibt uns eine andere Möglichkeit, nach vorne zu spielen“, erklärte Trainer Lucien Favre am Samstag.

Dazu kommt die bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit dieses 19-Jährigen, die er auch schon in Salzburg unter Beweis gestellt hat. Gerade im Kontrast zu Reus, der beim FCA gleich mehrere Hochkaräter ausließ, fiel dieses Merkmal ganz besonders auf.

Für die Titel-Ambitionen des BVB war der Haaland-Deal essenziell. Ausgerechnet Augsburg, einer der Orte an denen in der vergangenen Saison die Meisterschaft weggeworfen wurde, könnte ein emotionaler Wendepunkt sein.

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Dafür, dass er dieses Talent zur Borussia gelotst hat, gebührt BVB-Sportdirektor Michael Zorc allergrößter Respekt. Jetzt muss er sich darum kümmern, dass der Haaland-Hype nicht ausufert.

Ein Luxusproblem, dem Zorc sich sicher gerne stellt.