Patrick Herrmann machte beim Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Augsburg alles klar
Patrick Herrmann machte beim Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Augsburg alles klar © Getty Images
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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach verballert gegen den FC Augsburg reihenweise Großchancen, unter anderem einen Elfmeter. Erst spät tüten Wendt und Herrmann den Rekordsieg ein.

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Als nach dem Rekordsieg der Name Jupp Heynckes fiel, wurde Dieter Hecking ein wenig rührselig.

"Es ist toll, mit Jupp verglichen zu werden. Er ist mein großes Vorbild", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach , der einst unter Heynckes seine Karriere begann.

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Und der nun, 35 Jahre später, mit dem zwölften Heimsieg in Folge ein Stück Borussia-Geschichte schrieb, indem er den 1983/1984 unter eben jenem Heynckes geholten Uralt-Rekord einstellte.

Während direkt neben Hecking Augsburgs Trainer Manuel Baum noch immer stinksauer auf den Schiedsrichter war, war der Gladbach-Coach nach dem 2:0 (0:0) gegen den FC Augsburg allerbester Laune.

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Rekord für Gladbach macht Hecking stolz

Zumal Hecking genüsslich darauf hinwies, schon vor 35 Jahren dabei gewesen zu sein. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

"Jetzt habe ich beide Rekorde, damals war ich auch im Kader. Glaube ich. Ich muss das nochmal nachschauen", sagte Hecking und grinste.

Die famose Heimserie war indes nicht der einzige Beweis, dass die Borussia derzeit ihre Geschichte neu schreibt. Mit 39 Punkten hat die Fohlenelf weiter die Champions League im Visier, mehr Zähler hatte Gladbach zu diesem Zeitpunkt zuletzt in der Meistersaison 1976/77 auf dem Konto.

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Eberl will "neue Geschichte schreiben"

Und dann war da noch Oscar Wendt, der nicht nur das höchst umstrittene 1:0 (78.) erzielte, sondern mit seinem 184. Bundesligaeinsatz auch zum ausländischen Rekordspieler des fünfmaligen Meisters avancierte - vor Filip Daems (183) und dem großen Allan Simonsen (178). (Der Bundesliga-Spielplan)

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"Wir vergleichen uns nicht mit früheren Mannschaften. Wir sind dabei, eine neue Geschichte zu schreiben", sagte auch Max Eberl. Titelträume wies der Sportdirektor weit von sich: "Dortmund und Bayern werden sich um die Meisterschaft kabbeln".

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Traumtor von Herrmann

Eine ganz eigene Geschichte schrieb derweil Patrick Herrmann, der mit einem Traumtor aus 20 Metern (90.+3) alles klar machte. "Mein Opa hat früher immer gesagt: Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Ball, dann schieß ihn ins Tor", meinte Herrmann.

Ein wenig Stunk gab es aber auch. Erst regte Eberl sich über Rani Khedira auf, der vor dem verschossenen Foulelfmeter von Jonas Hofmann (43.) "eine Kerbe in den Rasen" geschlagen hatte.

Und dann gab es noch die Diskussion um das 1:0 und die Frage, ob Lars Stindl im aktiven oder passiven Abseits stand. (Die Tabelle der Bundesliga)

Baum tobt nach Abseits-Tor

Dem sonst eher ruhigen Augsburg-Coach Baum war direkt nach der Partie im Spielertunnel der Kragen geplatzt. "Was ist mit diesem Schiedsrichter los? Ein Witz ist das! Ein Dilettant ohne Ende! Der kennt die eigenen Regeln nicht und pfeift Bundesliga", so Baum, der nach zehn Spielen ohne Sieg mehr und mehr unter Druck steht.

Baums Vorwurf: Schiedsrichter Harm Osmers habe nicht auf seinen Assistenten gehört und auch auf die TV-Bilder verzichtet. "Der Linienrichter hat es angezeigt, der Schiedsrichter war zu faul, und aus Köln kam nichts. Unfassbar", meinte Baum.

Neben ihm saß Hecking - und blieb so entspannt wie einst sein Lehrmeister Jupp Heynckes. "Wenn der Manu das Tor moniert, ist das verständlich", sagte Hecking ruhig: "Aber das Tor zählt. Und das ist das, was für mich zählt."