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München und Freiburg - "Immer mehr Geld und immer mehr Leute, die mitreden wollen": Verteidiger Christian Günter vom SC Freiburg sieht die Entwicklungen im Profifußball kritisch.

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Außenverteidiger Christian Günter vom SC Freiburg sieht die Entwicklungen im Profifußball kritisch.

"Es kommt immer mehr Geld rein. Es kommen immer mehr Leute, die mitreden wollen, immer mehr Leute, die Geld verdienen wollen", sagte Günter beim SPORT1-Instagram-Talk Split It!.

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Sein Blick ging dabei vor allem nach England. "Es kommen immer mehr Investoren, die zig Millionen Euro in das Ganze reinbuttern. Ich bin sehr gespannt, wie das in Zukunft wird - und ob dann so ein Verein wie Freiburg dieses Level auch die nächsten Jahre noch halten kann."

Christian Günter: "Bei uns herrscht noch so 'heile Welt'"

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Im Breisgau fühlt sich der 25-Jährige wohl. Das Umfeld in Freiburg sei jedenfalls ein Pluspunkt, findet der Linksverteidiger.

"Es ist viel wert, Ruhe zu haben. Wenn man sich größere Standorte anschaut: Da hat man einfach nie Ruhe. Da hat der Verein keine Ruhe und da haben die Spieler keine Ruhe, egal wie es läuft. Bei uns herrscht einfach noch so 'heile Welt'. Das tut einem natürlich gut. Man geht mit einem besseren Gefühl zur Arbeit. Und das lernt man zu schätzen."

Günter spricht über Wechselgedanken

Dennoch gestand Günter, auch schon mal Transfergedanken gehabt zu haben. "Natürlich habe ich darüber nachgedacht. Es gab auch einige Situationen, in denen der Gedanke da war. Aber ich fühle mich hier so wohl, mache hier so viele Spiele, fühle ein ganz großes Vertrauen."

Günter wisse auch: "Wenn ich den Verein wechsle, dann fange ich bei null an und es kann alles gut gehen, aber auch nach hinten losgehen. Das ist mir bewusst und deshalb habe ich mich für den Schritt entschieden, noch mal zu verlängern, was aber nicht bedeutet, dass ich den anderen Schritt nicht irgendwann mal machen werde oder will, aber Stand jetzt bin ich absolut zufrieden so, wie es läuft."

Hoffnung auf einen Anruf von Joachim Löw

Seit 14 Jahren trägt Günter das Trikot der Freiburger - sind noch 14 weitere Profijahre vorstellbar? "Mal gucken, ob ich dann noch spielen kann. Ich muss mal Claudio Pizarro fragen, wie er das macht."

Das Thema Nationalmannschaft hat Günter, der im Mai 2014 sein bislang einziges Länderspiel bestritten hat, noch nicht abgeschrieben. Auf einen erneuten Anruf von Bundestrainer Joachim Löw hofft er jedenfalls nach wie vor.

"Ich gebe jede Woche Gas und versuche gut zu spielen, dass er mich vielleicht irgendwann noch anruft. Ich würde mich natürlich freuen, aber ich weiß natürlich auch, dass gerade Nico Schulz und Jonas Hector sehr, sehr gut sind und das auch gut machen. Die haben das auch absolut verdient. Aber natürlich hoffe ich, dass ich noch mal einen Anruf bekomme. Ich werde alles dafür tun, dass der Bildschirm mal aufleuchtet und der Bundestrainer anruft", sagte Günter.

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