Frankfurt am Main - Glücklose Rückkehr für Kevin Trapp: Mit Eintracht Frankfurt kassiert er im ersten Spiel eine Pleite. Ein Last-Minute-Gegentreffer macht ihm zu schaffen.

von Sportinformationsdienst

Seine Rückkehr hatte sich Kevin Trapp ganz anders vorgestellt.

"So das Gegentor zu bekommen, in der letzten Sekunde - das ist bitter, enttäuschend und tut weh", sagte der Nationaltorhüter mit leiser Stimme nach der unglücklichen 1:2 (0:1)-Niederlage gegen Werder Bremen.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte Joker Milot Rashica einen Freistoß perfekt über die Mauer ins Tor gezirkelt.

Haltbar sei der Ball nicht gewesen, meinte Trapp. "Wenn er ins Torwarteck gegangen wäre, dann wäre es mein Fehler. So aber muss ich ein bisschen warten und darf nicht zu viel riskieren. Aber er war auch gut geschossen", sagte Trapp.

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"Wäre schön gewesen, wenn ihn Trapp gehalten hätte"

Trainer Adi Hütter merkte indes  an: "Es wäre schön gewesen, wenn er ihn hätte halten können."

Frankfurt unterlag Bremern erstmals seit 2009 vor heimischer Kulisse, die aufkeimende Euphorie nach dem 2:0-Auftaktsieg in Freiburg war bei den Hessen innerhalb von Sekunden wie verflogen.

"Mit einem Sieg wären wir richtig gut gestartet, so ist es jetzt ein kleiner Dämpfer", ärgerte sich Trapp: "Jetzt musst du in der Länderspielpause alles aufarbeiten und hinterfragen."

Lob an Eintracht: "Haben heroisch gekämpft"

Es wartet viel Arbeit auf Hütter, der bei seinem Heimdebüt in der Bundesliga gerne einen Punkt mitgenommen hätte.

"Wenn man so verliert, tut es einfach weh. Die Niederlage ist sehr unglücklich", sagte der Österreicher nach der dritten Niederlage im vierten Pflichtspiel: "Es tut mir Leid für die Mannschaft und die Fans, dass wir hier als Verlierer vom Platz gehen." 

Der frühe Platzverweis des Linksverteidigers Jetro Williams (32.) nach dem 0:1 durch Yuya Osako (21.) erschwerte Frankfurt die Arbeit. "Er weiß es selbst, dass das nicht professionell genug war", sagte Hütter über den Schlag des 24-jährigen Niederländers gegen Bremen-Verteidiger Theodor Gebre Selassie.

Hütter blieb trotz der Niederlage positiv: "Wir haben 60 Minuten in Unterzahl heroisch gekämpft. Wir sind physisch in einem sehr guten Zustand."

Eigentlich gute Voraussetzungen, um die Zusatzbelastung Europa League sowie die nächsten Aufgaben in der Liga gegen Borussia Dortmund und RB Leipzig zu meistern.