Amine Harit von Schalke 04 ist nach seinem Autounfall in Marokko zu einer Bewährungsstrafe sowie einer Geldbuße verurteilt worden
Amine Harit schied mit Marokko in der Vorrunde aus © Getty Images

Nach seinem Autounfall mit Todesfolge in Marrakesch hat Schalkes Amine Harit seinen Pass und seinen Führerschein zurückerhalten. Das bestätigt Christian Heidel.

Der marokkanische Nationalspieler Amine Harit vom Bundesligisten Schalke 04 hat nach Angaben von Sportvorstand Christian Heidel nach dem Autounfall mit Todesfolge in Marrakesch seinen Pass wieder zurückbekommen.

Dies bestätige Heidel nach der Ankunft der Schalker Delegation zur China-Stippvisite in Shanghai der Bild. Auch den Führerschein habe der Offensivspieler zurückerhalten. Eine Ausreise sei ebenfalls möglich, aber erst für die kommenden Tage angedacht, so Heidel weiter.

In der Nacht zum vergangenen Samstag hatte das von Harit gelenkte Fahrzeug in Marrakesch einen 30 Jahre alten Fußgänger erfasst und dabei tödlich verletzt. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben bislang keinen Anhaltspunkt für ein schuldhaftes Verhalten des Fußballers.

Schalke hatte am Samstag nach einem Kontakt von Heidel zu seinem Spieler ebenfalls mitgeteilt, dass Harit "als Fahrer des Unglückswagen keine Möglichkeit gehabt habe, den tragischen Unfall zu verhindern".

Am Montag war die staatsanwaltschaftliche Anhörung Harits bis auf Weiteres verschoben worden. Dies hatte die französische Agentur AFP berichtet. Durch den Aufschub der Anhörung des 21 Jahre alten WM-Teilnehmers soll weitere Zeit für die bereits laufenden Verhandlungen mit der Familie des Todesopfers über ein Schmerzensgeld gewonnen werden. Für welchen Zeitraum die Anhörung ausgesetzt worden ist, blieb zunächst offen.

Schalke erwägt derweil, Harit Extra-Urlaub zu gewähren. Er soll die Ereignisse verarbeiten. Vom 29. Juli bis 6. August findet das Trainingslager in Mittersill statt. Dann soll Harit wieder mit dabei sein.