Nach der Pleite gegen Hertha liefern sich HSV-Anhänger eine Schlägerei untereinander - und dann mit der Polizei. Die Angriffe verzögern die Abfahrt des Hertha-Busses.

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Bei den Ausschreitungen rund um die 1:2-Heimpleite des Hamburger SV in der Bundesliga am Samstag gegen Hertha BSC haben insgesamt neun Personen Verletzungen erlitten. Dies teilte die Polizei Hamburg auf Anfrage mit.

Demnach verletzten sich sechs Ordner, zwei HSV-Anhänger sowie eine Polizistin. Deren Blessur sei aber nicht auf einen tätlichen Angriff zurückzuführen, sagte eine Pressesprecherin.  

HSV-Problemfans hatten sich schon im Stadion Auseinandersetzungen geliefert, nach dem Abpfiff der Partie mussten Ordnungshüter dann vor der Arena Schlagstöcke und Tränengas einsetzen. Offenbar wollten die Anhänger in den Kabinentrakt gelangen.

Daraufhin kam es zu Außeinandersetzungen außerhalb des Stadions, in deren Folge 20 bis 30 vermummte Anhänger festgesetzt wurden. Wie die Polizei Hamburg twitterte, kam es dabei auch zu Angriffen auf Polizeibeamte. Der Mannschaftsbus von Hertha BSC konnte das Stadiongelände zunächst nicht verlassen und musste warten, bis sich das Geschehen beruhigt hatte.

HSV-Klubchef Frank Wettstein verurteilte das Verhalten und kündigte an, konsequent gegen die Gewalttäter vorzugehen. "Das ist nicht tolerierbar. Wir sind in engem Austausch mit den Sicherheitskräften und werden alles Mögliche tun, um solche Störer künftig nicht mehr in unserem Stadion zu haben", sagte Wettstein: "Wir bedauern es sehr, dass es zu Verletzungen gekommen ist."

Der Bundesliga-Dino ist weiterhin Tabellenvorletzter und wartet seit 14 Spielen in der Bundesliga auf einen Sieg. Dem Traditionsklub von der Elbe droht der erste Bundesliga-Abstieg.

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