Pierre-Emerick Aubameyang konnte nicht zur Verhandlung erscheinen
Pierre-Emerick Aubameyang konnte nicht zur Verhandlung erscheinen © Getty Images

Pierre-Emerick Aubameyang fehlt bei der Verhandlung gegen den BVB-Attentäter. Richter und Oberstaatsanwalt zweifeln die Begründung von Anwalt Becker an.

Pierre-Emerick Aubameyang ist am Montagvormittag überraschend nicht zur Verhandlung im Prozess um den Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund erschienen.

Dem Gabuner droht nun Ärger mit der deutschen Justiz, obwohl er nach Auskunft des BVB an einem fibrigen Infekt leide und damit eigentlich ein triftiger Grund für sein Fernbleiben vorliegt.

Der Termin wurde wegen des bevorstehenden Wechsels des Stürmers zum FC Arsenal extra vorverlegt. Sollte er demnächst nach London ziehen, wäre er wohl für die deutsche Justiz nur noch schwer greifbar. Aus diesem Grund zog sich Aubameyang auch den Ärger der Richter zu, die nun über eine Geldstrafe für den 28-Jährigen nachdenken. 

BVB-Bescheinigung "äußerst dürftig" 

In seiner ersten Reaktion bezeichnete Oberstaatsanwalt Carsten Dombert die von BVB-Anwalt Alfons Becker vorgelegte ärztliche Bescheinigung als "äußerst dürftig" und erklärte: "Ich finde, das sollte sich die Justiz so nicht bieten lassen." Der Vorsitzende Richter Peter Windgätter war der gleichen Meinung: "Das sehe ich genauso."

Becker habe jedoch erfahren, dass der Stürmer schwerwiegender erkrankt sei.

Aubameyangs Teamkollege Marc Bartra erschien indes zum Gerichtstermin und berichtete von Todesangst