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München - Serge Gnabry fieberte einst mit dem BVB. Jetzt wechselt er als dritter Nationalspieler in Folge nach München. SPORT1 erklärt, warum er zu Bayern passt.

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Über Serge Gnabry machte zuletzt eine Legende die Runde. Gut informierte Kreise wollten in Erfahrung gebracht haben, dass der Spieler künftig unbedingt unter Thomas Tuchel spielen wolle. 

Zu diesem Gerücht passte eine Anekdote aus dem Jahr 2012. Damals setzte der Teenager Serge Gnabry zwei Tweets in die Welt, in denen er ziemlich unverholen zur Schau stellte, für welchen deutschen Klub er Sympathien hegt. 

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Gegen Bayern: Gnabry hielt zum BVB

Vor dem DFB-Pokalfinale 2012 zwischen Dortmund und Bayern hielt der damals 16-Jährige öffentlich zum BVB. 

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Dortmund demütigte die Münchner 5:2, gewann das Double - Gnabry war verzückt.

Vier Wochen zuvor hatte er bei gleicher Konstellation schon einmal Dortmund die Daumen gedrückt. Vorm entscheidenden Spiel um die Meisterschaft.

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Robben verschoss den Elfmeter, der BVB siegte 1:0, wurde später Meister - Sie kennen die Geschichte...

Tuchel und Dortmund also. Der Legende nach eine Konstellation, die bis vor kurzem noch wie gemalt zu sein schien für Serge Gnabry. 

Das Dumme: Tuchel und der BVB konnten zuletzt gar nicht mehr miteinander, es kam zur Trennung. Und Gnabrys Zukunftsplan war dahin. 

So gesehen kommt es nicht gänzlich überraschend, dass am Sonntag sein Wechsel zum FC Bayern bekanntgegeben wurde. SPORT1 erklärt, warum der Nationalspieler ins Konzept des Rekordmeisters passt.

Ideal für Ancelottis Flügelspiel

Seitdem Carlo Ancelotti in München Fußball lehrt, lässt er seine Stars im 4-3-3-, beziehungsweise im 4-2-3-1-System agieren. Das verlangt konsequente Vorstöße über die Flügel. Und genau dafür kann Gnabry wertvoll werden. 

In Bremen erzielte er als Außenangreifer in der abgelaufenen Saison elf Treffer - so viel wie Franck Ribery, Kingsley Coman und Douglas Costa zusammen. 

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Mit Erstgenanntem dürfte Gnabry ein neues Tandem auf der linken Seite bilden. Bayern hat ausreichend Spiele und Ribery genügend Wehwehchen, dass beide auf eine angemessene Zahl an Einsätzen kommen sollten.  

Auf rechts ist Arjen Robben gesetzt, Kingsley Coman gerade erst als Backup fest verpflichtet worden. Das wirft zwangsläufig die Frage auf: Was wird aus Douglas Costa?

Überschaubarer Konkurrenzkampf

Gnabrys Verpflichtung war am Sonntag kaum publik, da meldete die spanische AS, der FC Barcelona habe Interesse an dem Brasilianer.

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Ob es gleich die Katalanen werden, sei dahingestellt. Dass Costa die Bayern im Sommer verlässt, wird aber immer wahrscheinlicher. Es wäre ein Konkurrent weniger, den Gnabry vor der Nase hätte.

Geheimwaffe für den Sturm

Seitdem sich Robert Lewandowski im April die Schulter lädierte und in den entscheidenden Spielen ausfiel, schwant den Bayern-Bossen, dass es fahrlässig war, die Spielzeit mit nur einem Stürmer in Angriff zu nehmen.

Von dem Moment an, als sich das rächte, wurde hinter den Kulissen akribisch nach einem zweiten Stoßstürmer gefahndet. Als Kandidaten fallen Namen wie Alexis Sanchez oder Romelu Lukaku. Doch selbst wenn Bayern bereit wäre, Rekord-Ablösesummen zu zahlen, ist noch lange nicht sicher, dass die Spieler auch tatsächlich nach München kommen.

Im Vergleich zu England werden in Deutschland deutlich geringere Gehälter gezahlt, selbst bei Spitzenklubs. Der Rekordmeister müsste sein finanzielles Gefüge auseinanderreißen. Ein Schritt, dem die Kontrollgremien des Klubs noch skeptisch gegenüberstehen.

Kommt keiner dieser Transfers zustande, könnte sich Gnabry als Notlösung entpuppen. Als bei Claudio Pizarro Oberschenkel und Rücken zwickten, beorderten sie in Bremen ihren Flügelflitzer immer wieder ins Sturmzentrum. Gnabry erfüllte die Aufgabe ordentlich, bis er selbst von einer Verletzung gestoppt wurde. 

Für den Fall der Fälle könnte Gnabry bei Bayern auch als verkappte Spitze auflaufen. Nach Ancelottis Verständnis kommt diese Position einem Flügelspieler ohnehin am nächsten. 

Prunkstück im FC Deutschland

Seit Jahr und Tag bastelt der FC Bayern nicht nur am eigenen Kader, sondern auch an einer zweiten Nationalmannschaft.

Die Vision, möglichst viele DFB-Spieler in den eigenen Reihen zu haben, hatten die Münchner zwischenzeitlich mal aus den Augen verloren. Seitdem Uli Hoeneß die Geschicke des Klubs wieder mitbestimmt, läuft das Projekt FC Bayern Deutschland wieder mit mehr Nachdruck.

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In seinem Statement zeigte sich Boss Karl-Heinz Rummenigge erfreut, "dass in Serge Gnabry ein weiterer junger, deutscher Nationalspieler zum FC Bayern kommt". 

Nach den Hoffenheimern Niklas Süle und Sebastian Rudy ist Gnabry der dritte Neuzugang, der in diese Kategorie fällt. 

Gerüchte über eine Ausleihe

Dennoch gab es bereits am Montag erste Meldungen, die Bayern könnten Gnabry auch gleich weiter verleihen. Abhängig von den weiteren Personal-Planungen, so berichtet der kicker, wäre das eine durchaus denkbare Option.

Top-Kandidat wäre dann wohl die TSG Hoffenheim. Das Interesse aus Sinsheim ist seit Längerem bekannt.