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Jerome Boateng meldete sich nach Lukas Podolskis Traumtor als Erster über Twitter © Getty Images

Jerome Boateng ist der erste, der Lukas Podolskis Traumtor würdigt. Zuvor richtete Bastian Schweinsteiger emotionale Worte an seinen alten Kumpel.

Mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg gegen England hat Lukas Podolski einen filmreifen letzten Auftritt in der Nationalmannschaft hingelegt.

Mitspieler und Fans im Dortmunder Stadion konnten es nicht fassen, als der Ball in den Winkel einschlug.

Von denjenigen, die zuhause geblieben waren, meldeten sich als erster Jerome Boateng in den sozialen Medien zu Wort.

"Da macht der echt zum Abschied den Siegtreffer", schrieb der Bayern-Verteidiger und beendete nach vier Tränen lachenden Smileys den Tweet mit #legende.

Kevin Großkreutz, der mit Poldi den WM-Titel in Brasilien holte (wenn auch ohne Einsatz), ließ ihn ebenfalls hochleben. "Tschö, mein Freund. Danke für alles, ich veneige mich", twitterte der Ex-Stuttgarter.

Lothar Matthäus ist ebenfalls begeistert. "Ach, ist das schön", twittert der Rekord-Nationalspieler.

Einen amüsanten Tweet setzte Gary Lineker ab: "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen": Diesen legendären Spruch wandelte der frühere Torjäger nach Podolskis spektakulärem Siegtor über die "Three Lions" ab.

Schon vor dem Anpfiff hatte Bastian Schweinsteiger emotionale Worte an seinen Kumpel gerichtet.

"Es war mir eine Ehre über zwölf Jahre gemeinsam mit dir für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen zu dürfen", sagte Schweinsteiger der Bild. "Der Kölner Jung mit den polnischen Wurzeln und der Münchner Lausbub aus dem Voralpenland. Das hat von Anfang an gepasst. Das Streben nach Erfolg im Fußball und die Freude am Leben waren uns gleichermaßen wichtig und dennoch haben wir uns gegenseitig immer zu Höchstleistungen getrieben."

Auch via Twitter wandte sich Schweinsteiger an Podolski:

Boateng bedankt sich bei Podolski

Jerome Boateng wünschte Podolski mit einer Videobotschaft alles Gute.

"Du hast Unglaubliches erlebt und geleistet für die Nationalmannschaft. Ich bin froh, dass ich dich kennenlernen durfte als ich neu dazukam. Du hast es mir sehr leicht gemacht, mich einzugewöhnen", sagte Boateng. "Wir haben sehr viel Blödsinn zusammen gemacht, haben viel gelacht und viel erlebt. Es war mir eine Ehre, mit dir zusammenzuspielen."

Gündogan würdigt Podolski

Der momentan verletzte Nationalspieler Ilkay Gündogan würdigte ebenfalls Podolskis Verdienste für die Nationalmannschaft.

"Nicht nur ein lustiger Kerl, sondern auch einer der Schlüsselspieler, der Deutschland wieder zurück zur Weltklasse brachte", twitterte Gündogan.

Scholl zieht den Hut vor Podolski

Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl zog auch den Hut vor Podolski.

"Es wird in erster Linie ein begnadeter linker Fuß fehlen. Er ist einer, der auf andere Menschen zugegangen ist, der komplett im normalen Leben steht und der sich durch die Karriere und den Ruhm auch nicht verändert hat", sagte Ex-Nationalspieler Scholl in der ARD.

In Scholls Augen hätte der Offensivspieler vielleicht sogar noch mehr erreichen können. "130 Länderspiele macht man nicht als Hofnarr oder Gaukler, sondern dazu muss man richtig was können", sagte Scholl. "Bei seiner Karriere sagt man, er hätte es vielleicht auch unter die besten Vier der Welt schaffen können. Der eine zu ehrgeizig, beim anderen ist die Weltklasse ins Glas gefallen. Bei Lukas ist es so, dass diese Zielstrebigkeit auf Kosten von Geselligkeit gegangen ist. Aber er hat trotzdem eine wunderbare Karriere gemacht."

SPORT1 fasst weitere Reaktionen von Weggefährten und Teamkollegen zusammen:

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