Nächster Tiefschlag: Skispringer Karl Geiger enttäuschte auch beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal
Nächster Tiefschlag: Skispringer Karl Geiger enttäuschte auch beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal © Imago
Lesedauer: 3 Minuten

Beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal schafft Karl Geiger noch nicht einmal den zweiten Durchgang. Auch Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler bleibt blass.

Anzeige

Markus Eisenbichler schimpfte kopfschüttelnd vor sich hin, Karl Geiger suchte nach dem sehr frühen Feierabend ratlos nach Erklärungen: Die deutschen Skisprung-Stars haben das erste Springen beim Heim-Weltcup in Klingenthal verpatzt.

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Anzeige

Beim neunten Saisonsieg des Norwegers Halvor Egner Granerud war dann sogar der wackere Pius Paschke als Siebter bester DSV-Adler. (SERVICE: Der Stand im Gesamt-Weltcup)

"Von zufrieden bin ich ganz weit weg", sagte Weltmeister Eisenbichler nach seinem neunten Platz in der Vogtland Arena am ZDF-Mikro: "Ich komme einfach nicht ins Fliegen, schiebe einfach runter - das ist ein beschissenes Gefühl. Wenn es so weit weg von meinem gewünschten Gefühl ist, regt es mich auf, dann macht es keinen Spaß mehr."

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Champions League
    1
    Fussball / Champions League
    Einzelkritik: Was ist mit Haaland?
  • Fussball / Champions League
    2
    Fussball / Champions League
    Kahns Gedanken zu Bayerns Aus
  • Fußball / 3. Liga
    3
    Fußball / 3. Liga
    Fußstapfen waren für Frings zu groß
  • Fussball / Champions League
    4
    Fussball / Champions League
    Haaland-Papa kritisiert Schiris
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Lässt RB Nagelsmann zu Bayern?

Skispringen in Klingenthal: Geiger ganz schwach

Spaß hatte hingegen Granerud, der nach seinem neunten Karrieresieg - allesamt in diesem Wunderwinter erzielt - nur noch zwei Erfolge hinter Norwegens Rekordhalter Roar Ljökelsöy zurückliegt.

In Klingenthal setzte er sich mit Sprüngen auf 140,5 und 141,5 m sowie 284,2 Punkten souverän vor Polens Tourneesieger Kamil Stoch (271,6) durch. Dritter wurde der Slowene Bor Pavlovcic (270,8). 

Paschke (251,6/126,5+137,5 m) machte mit einem starken zweiten Sprung noch einige Plätze gut - und befand: "Ich bin zufrieden, es geht nach oben."

Eisenbichler (251,0/135,0+134,5) rutschte von Rang sieben noch zwei Plätze ab, das Podest war weit entfernt. (Skispringen: das Springen in Klingenthal zum Nachlesen im LIVETICKER)

Geiger ganz schwach - und ziemlich ratlos

Der Vierschanzentournee-Zweite Geiger war im Schneetreiben als 32. schon im ersten Durchgang gescheitert - das war ihm zuletzt vor mehr als zwei Jahren im Januar 2019 in Sapporo passiert.

Der Skiflugweltmeister suchte dann auch gar nicht nach Entschuldigungen. (NEWS: Alles zum Skispringen)

Das Wintersport-Wochenende im TV: SPORT1 hat alle Veranstaltungen und Sendezeiten im Überblick

"Es war fair heute. Ich bin einfach schlecht gesprungen", sagte der 27-Jährige: "Es ist schwierig zu sagen, woran es liegt, punktuell sind gute Sprünge dabei. Mir fehlt aber der konkrete Ansatz, wie ich das Problem lösen kann."

Zwei Wochen vor dem WM-Auftakt in seiner Heimat Oberstdorf steckt der Skiflug-Weltmeister in der Krise. 

Horngacher redet Geiger stark

Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich aber zuversichtlich, seinen Leistungsträger bis zum zweiten Springen am Sonntag (14.30 Uhr) zumindest mental wieder in die Spur zu kriegen.

"Es wird kein großes Problem, Karl ihn aufzubauen, mit ihm kann man ja vernünftig reden." 

Constantin Schmid rutschte im Finale noch von Rang 15 auf 25 ab. Auch der Sachse Martin Hamann fiel beim Heimspiel mit einem schwachen zweiten Sprung von Platz 17 auf 28 zurück.

Ex-Weltmeister Severin Freund verpasste als 31. wie Geiger den zweiten Durchgang.