Sieg für Karl Geiger beim Auftaktspringen der Tour
Sieg für Karl Geiger beim Auftaktspringen der Tour © AFP/SID/CHRISTOF STACHE
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Nach seinem Auftaktsieg bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf hat sich Skisprung-Star Karl Geiger überwältigt gezeigt.

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Nach seinem Auftaktsieg bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf hat sich Skisprung-Star Karl Geiger überwältigt gezeigt. Das Gefühlschaos der vergangenen Wochen war ihm deutlich anzumerken.

Frage: "Karl Geiger, bis vor kurzem waren Sie noch in der Corona-Quarantäne, jetzt gewinnen Sie den Tournee-Auftakt in Ihrer Heimat Oberstdorf. Wie haben Sie das geschafft?"

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Karl Geiger (27): "Vorgestern bin ich erst aus der Quarantäne gekommen. Ich weiß auch nicht, wie so etwas geht. Ich habe versucht, mich gut vorzubreiten und dann beim Wettkampf draufzuhalten, zu genießen und voll anzugreifen."

Frage: "Sie haben nach dem ersten Durchgang geführt, mussten als letzter Starter runter, die anderen hatten mächtig vorgelegt. Was ging Ihnen da durch den Kopf?"

Geiger: "Es war nicht ganz einfach. Ich habe mir gedacht, puh, es schneit schon ordentlich. Bei solchen Verhältnissen habe ich schon einmal ins Gras gebissen, das war bei der WM 2019 in Seefeld. Aber in Hektik zu verfallen, das ist die falsche Lösung. Ich habe geschaut, dass ich bei mir bleibe und einen sauberen Sprung zeige."

Frage: "Sie wurden im Dezember Skiflug-Weltmeister, erstmals Vater, dann kam die Corona-Infektion und jetzt der Sieg in Oberstdorf. Das ist viel Emotion für einen Monat..."

Geiger: "Ich bin echt überwältigt. Das kann man gar nicht in Worte fassen, was die letzten Wochen passiert ist. Es war ein Auf und Ab. Dass mir das gelingt in Oberstdorf, das ist etwas echt Besonderes für mich, das bedeutet mir echt viel."

Frage: "Es war ein Springen ohne Zuschauer - normalerweise wären bei Ihrem Sieg jetzt 25.000 Fans in Ihrem Oberstdorf ausgerastet. Wie groß ist da die Wehmut?"

Geiger: "Das macht mich schon ein bisschen traurig, aber es ist eben eine schwierige Zeit. Ich hoffe, dass wir es nächstes Jahr wieder anders haben. Es ist trotzdem etwas Besonderes, und ich bin einfach sehr froh."