Karl Geiger feiert in Rasnov einen Sieg
Karl Geiger feierte in Rasnov seinen dritten Saisonsieg © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Die deutschen Skispringer feiern in Rasnov einen Doppelsieg. Karl Geiger gewinnt, Stephan Leyhe wird Zweiter. Stefan Kraft komplettiert das Podium.

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Der zweite Satz auf 100 Meter bedeutete den Sieg für Karl Geiger - und im Auslauf wartete schon ein ziemlich zufriedener erster "Verlierer" auf den Oberstdorfer.

Gemeinsam mit Stephan Leyhe bejubelte Geiger im rumänischen Rasnov den ersten deutschen Doppelsieg der Saison, bei dem er sich nebenbei im Kampf um den Gesamtweltcup zurückmeldete. Denn Spitzenreiter Stefan Kraft aus Österreich musste sich mit Rang drei begnügen.

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"Das ist ein super Ergebnis, ein toller Wettkampf, Gratulation an das ganze Team", sagte Stefan Horngacher in der ARD.

Freund feiert Comeback

Nicht unzufrieden war der Bundestrainer zudem mit dem Comeback von Severin Freund. Der Ex-Weltmeister scheiterte nach fast 14 Monaten Pause zwar in Durchgang eins, zeigte aber "einen guten Sprung", sagte Horngacher: "Wir werden daran arbeiten, dass er wieder richtig reinkommt."

Der Fokus lag letztlich ohnehin auf Geiger und Leyhe, die den ersten deutschen Doppelsieg seit der WM in Seefeld vor rund einem Jahr einfuhren. Damals hatte sich Markus Eisenbichler vor Geiger durchgesetzt.

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Dieser bestätigte nun erneut seinen Ruf als Spezialist für Normalschanzen. Die Anlage in Rumänien ist die kleinste im aktuellen Weltcup-Kalender, erstmals waren dort die Männer zu Gast. Seine beiden bisherigen Siege dieser Saison hatte er auf der einzigen anderen Normalschanze des Weltcup-Winters in Predazzo geholt.

Geiger. "Das macht schon Spaß"

"Das macht schon Spaß", sagte Geiger: "Ich bin absprungstark, das ist mein größter Bonus, und den kann ich auf den kleinen Schanzen besonders gut ausspielen."

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Freund verpasste mit einem Sprung auf 89 m den zweiten Durchgang denkbar knapp. Der Weltmeister von 2015 hatte überraschend seinen Start in Rumänien verkündet, da die Belastung auf der kleinen Schanze nach seinen schweren Knieverletzungen recht gering ist. Zudem war angesichts der Formschwäche von Team-Weltmeister Richard Freitag ein Platz im deutschen Weltcup-Team zu vergeben.

Freunds bis Freitag letzter Weltcupeinsatz war das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee 2019 in Garmisch gewesen, der Continental Cup in Sapporo 20 Tage später sein letzter Wettkampf. Danach wurde der Gesamtweltcupsieger von 2015 von einer Meniskusoperation gestoppt. Im November 2019 kam eine Rücken-OP hinzu.

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Für die einstige deutsche Nummer eins ist der Start in Rasnov, wo am Samstag (12.45 Uhr) ein weiteres Einzelspringen stattfindet, ein erster Schritt zu seinem großen Ziel: Die Heim-WM 2021 in Oberstdorf will Freund noch einmal in Topform bestreiten.

Eisenbichler verbessert

Pius Paschke (246,9) überzeugte in Rasnov mit Rang zehn und landete damit direkt vor Dreifach-Weltmeister Eisenbichler (243,7). Der Siegsdorfer hatte in der Qualifikation Platz drei geholt und sieht einen Aufwärtstrend: "Die Sprünge waren nicht top, aber normal. Ich freue mich, dass es wieder ein bisschen besser läuft." Auch Constantin Schmid (239,2) trug als 15. zum guten deutschen Ergebnis bei.