Nordische Ski-WM, Skispringen: Markus Eisenbichler stark im Training
Markus Eisenbichler beim Weltcup in Oberstdorf © Getty Images
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Markus Eisenbichler verpasst den Sieg beim zweiten Weltcup in Oberstdorf denkbar knapp. Nur 41 Zentimeter trennen den DSV-Adler vom Sieger.

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Markus Eisenbichler hat trotz eines grandiosen Auftritts seinen ersten Weltcupsieg erneut nur hauchdünn verpasst.

Beim zweiten Weltcup-Skifliegen in Oberstdorf musste sich der 27-Jährige wie schon zweimal in dieser Saison nur dem japanischen Überflieger Ryoyu Kobayashi geschlagen geben. Nach fast einem halben Kilometer in der Luft lag Eisenbichler umgerechnet nur 41 Zentimeter hinter dem nun neunfachen Saisonsieger.

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Nah dran am Schanzenrekord

"Ich habe bloß gehofft, dass es reicht. Aber insgeheim wusste ich, das Ryoyu vorne ist", sagte Eisenbichler nach dem sechsten Podestplatz seiner Karriere. Der Gesamtweltcup-Führende Kobayashi meinte: "Ich war mir eigentlich sicher, dass ich gewonnen habe. Dass es aber so knapp war, hat mich am Ende doch überrascht."

Eisenbichler flog nach 219,5 m im ersten Durchgang im zweiten Versuch mit 237,5 m die Tagesbestweite und auf einen Meter an den Schanzenrekord des Norwegers Daniel Andre Tande aus dem Vorjahr heran.

Kobayashi konnte aber kontern, landete im zweiten Durchgang besser und setzte sich mit 224,0 sowie 234,0 m (427,0) vor dem Deutschen (426,5) durch. Dritter wurde der Österreicher Stefan Kraft (421,7).

Nur Eisenbichler kann glänzen

Die beiden größten deutschen Hoffnungsträger neben Eisenbichler erlebten einen schwarzen Tag. Stephan Leyhe (Willingen) schied als als 35. des ersten Durchgangs mit 194,5 m aus.

Gar nicht erst in den Wettkampf schaffte es Olympiasieger Andreas Wellinger. Der Ex-Schanzenrekordler kam in der Qualifikation nur auf 173,0 m und flog als 48. klar am nötigen Platz unter den besten 40 vorbei.

Zweitbester Deutscher hinter Eisenbichler war der Oberstdorfer Lokalmatador Karl Geiger auf Platz 18 (203,5+214,5), der Flug-WM-Dritte Richard Freitag (Aue) kam auf Rang 20 (203,5+206,5). Youngster Martin Hamann (Aue) kam als 30. (198,0+186,0 m) in die Punkteränge.