FIS Nordic World Ski Championships - Ski Jumping Training
Die DSV-Adler qualifizierten sich von der Normalschanze für die WM-Entscheidung © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

München - Die deutschen Skispringer haben bei der Qualifikation zur WM-Entscheidung auf der Normalschanze keine Probleme und qualifizieren sich für die Entscheidung.

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Markus Eisenbichler blickte kurz ein wenig skeptisch auf die Anzeigetafel, dann war der erste kleine Schritt zum erhofften dritten WM-Gold bereits abgehakt: Mit einem soliden Sprung auf 101,5 m und Platz neun hat der Doppel-Weltmeister die Qualifikation zur Entscheidung auf der Seefelder Normalschanze mühelos gemeistert.

Seine ärgsten Konkurrenten, allen voran Österreichs Titelverteidiger Stefan Kraft, ließen aber die Muskeln spielen.

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DSV-Adler selbstkritisch

"Es läuft ganz gut, ich komme eigentlich ganz gut mit der Schanze zurecht", sagte Eisenbichler. Der Siegsdorfer zeigte sich mit Blick auf den Wettkampf der besten 50 am Freitag (16.00 Uhr im LIVETICKER auf SPORT1) zuversichtlich: "Morgen ein bisschen pünktlicher, dann bin ich zufrieden." 

Bester Deutscher beim Qualifikationssieg Krafts, der 106,0 m erzielte, war Richard Freitag (Aue) als Siebter mit 104,5 m. "Das war mein bester Sprung hier, soweit war es ganz gut. So macht es Spaß. Bei guten Bedingungen kann man hier gut reinfliegen", sagte der Sachse.

Stephan Leyhe (Willingen) kam mit 101,0 m auf den elften Rang und bewertete seine Vorstellung als "so lala".

Karl Geiger (Oberstdorf), der bei der ersten Einzelentscheidung in Innsbruck hinter Eisenbichler Silber geholt hatte, landete mit 100,5 m auf Platz 16. "Es ist ein komplett anderer Schanzenrhythmus als in Innsbruck, darauf muss man sich einstellen. Das ist mir heute nicht gelungen", sagte Geiger kritisch.

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Schuster mit Kritik

Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich mit der Vorstellung seines Quartetts nur bedingt zufrieden. "Es war eine solide Mannschaftsleistung, aber es waren vom Absprung zu fehlerhafte Sprünge dabei. Dann kann man kein Spitzenresultat erzielen", sagte der Österreicher: "Aber an sich baut sich die Spannung wieder auf. Für eine Medaille muss man etwas präziser springen, und das werden wir morgen versuchen."

Neben Kraft unterstrichen auch die weiteren Favoriten ihre Ambitionen. Der japanische Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi wurde mit der Tagesbestweite von 108,5 m, erzielt bei stärkerem Aufwind, Zweiter. Polens Topmann Kamil Stoch belegte mit 107,0 m Platz drei.

Andreas Wellinger, im Vorjahr Olympiasieger auf der kleinen Schanze, hatte die teaminterne Ausscheidung verloren und musste wie schon im Mannschaftswettbewerb zusehen.

Die WM wird für den 23-Jährigen, der im Großschanzen-Einzel nicht über Platz 32 hinausgekommen war, eine einzige Enttäuschung, ein Start im abschließenden Mixed am Sonntag ist praktisch ausgeschlossen.