Carina Vogt gewann 2014 in Sotschi die Goldmedaille
Carina Vogt gewann 2014 in Sotschi die Goldmedaille © Getty Images
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Bundestrainer Andreas Bauer fordert eine Vierschanzentournee auch für Frauen. Organisatorisch sieht er keine Probleme. Jetzt will er den Weltverband überzeugen.

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Bundestrainer Andreas Bauer macht sich für die Skispringerinnen stark und möchte eine Vierschanzentournee auch für die Frauen. Organisatorisch sieht der 54-Jährige überhaupt keine Probleme.

"Am Tag der Qualifikation der Männer findet ja nur ein Durchgang statt. Da wäre Zeit, den Wettkampf der Frauen auszutragen", sagte der Oberstdorfer, 1986/87 selbst Sechster bei der Tournee, der Rheinischen Post.

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Laut Bauer würde man mit einer solchen Maßnahme zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. "Die Tradition könnten wir so einfach aufnehmen und hätten am Ende eine Vierschanzentournee-Siegerin", so Bauer. Bei der Quali in Oberstdorf waren zuletzt 16.000 Zuschauer an der Schanze. Diesen könnte mit einer Frauen-Konkurrenz ein weiterer Wettbewerb geboten werden.

Bauer will andere Nationen überzeugen

Eine solche Initiative müsste vom Weltverband FIS vorangetrieben werden. Bauer sitzt selbst im FIS-Komitee und will andere Nationen von der Idee überzeugen. Seine Hoffnung setzt er auf den zuständigen FIS-Renndirektor: "Walter Hofer ist bekannt für innovative Ideen. Vielleicht initiiert er das zum Ende seiner Amtszeit noch." Hofer stellt sein Amt 2020 zur Verfügung.

Im Frauen-Skispringen hat sich in letzter Zeit ungeachtet dessen schon viel getan. Bei der WM springen die Frauen bereits im Mixed-Wettbewerb gemeinsam mit den Männern. Auch wird ein Teamspringen für Frauen künftig ins WM-Programm aufgenommen. Zudem nehmen die Frauen parallel zu den Männern an der im März beginnenden Raw-Air-Tour in Norwegen von der Großschanze teil.