Severin Freund erwartet bei der Vierschanzentournee noch keine Wunderdinge
Severin Freund erwartet bei der Vierschanzentournee noch keine Wunderdinge © Getty Images
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Severin Freund macht sich keine großen Hoffnungen, nach seiner 690-tägigen Pause bei der Vierschanzentournee schon wieder auf Top-Niveau sein wird.

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Deutschlands Skisprung-Star Severin Freund hat die Erwartungen an seine Comeback-Saison nach zweijähriger Verletzungspause gedämpft.

So sei es möglich, sagte der 30-Jährige der Bild am Sonntag, dass die Vierschanzentournee (30. Dezember bis 6. Januar) "für mich zu früh kommt". Seit seinem Wiedereinstieg in Kuusamo Ende November sprang der Weltmeister von 2015 zwar nicht chancenlos hinterher, lag aber ein ganzes Stück hinter der Weltspitze zurück.

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Severin Freund warnt vor zu hohen Erwartungen

Bis zu seiner Rückkehr in den Weltcup zu Beginn der aktuellen Saison war Freund 690 Tage wegen zweier Kreuzbandrisse außer Gefecht gewesen. Dass der Olympiasieger von 2014 da noch nicht wieder bei voller Kraft ist, war zu erwarten. "Jeder weiß, dass das nicht mein Anspruch ist, aber der Weg zurück in die Weltspitze passiert nicht innerhalb von ein paar Wochen", sagte Freund.

Sollte es bei der Tournee nicht zu Top-Platzierungen reichen, wäre dies für Freund "kein Weltuntergang". Vielmehr sieht sich der frühere Gesamtweltcup-Sieger beim Ehrgeiz gepackt: "Ich habe ja nicht das alles auf mich genommen, um nach einer Saison wieder abzutreten. Ich plane mindestens bis zur Heim-WM 2021 in Oberstdorf."

Dass er jedoch Skisprung-Methusalem Noriaki Kasai (46) aus Japan nacheifert, schloss Freund aus: "Na, ganz so lange wohl nicht. Wobei, ich habe ja noch ein paar Ersatzteile im Körper." Damit meinte er körpereigene Sehnen, mit denen sein gerissenes Kreuzband ersetzt wurde. "Und davon habe ich noch einige vorrätig", sagte Freund.