Skilanglauf: Jochen Behle kritisiert Bundestrainer Peter Schlickenrieder
Jochen Behle war bis 2012 Bundestrainer der Langläufer © Getty Images
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Ex-Bundestrainer Jochen Behle nimmt sich seinen Nachfolger Peter Schlickenrieder zur Brust und äußert Zweifel in bestimmten Bereichen.

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Der frühere Skilanglauf-Meistermacher Jochen Behle steht dem neuen Bundestrainer Peter Schlickenrieder skeptisch gegenüber.

"Ich kenne ihn jetzt ja auch lange. Aber ehrlich - ich weiß nicht, ob er da der Richtige ist. Er ist sicher für das Verkaufen der Sportart, für die Motivation der Richtige. Ob er die Durchschlagskraft, die Härte und Konsequenz auch in der anderen Richtung hat, das muss sich zeigen. Da bin ich mir nicht so sicher, ehrlich gesagt", sagte Behle im Hinblick auf Schlickenrieders strategische Fähigkeiten dem Münchner Merkur.

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Schlickenrieder (49), der derzeit bei der WM in Seefeld seine erste große Meisterschaft als Chefcoach bestreitet, zeige aber zumindest einige gute Ansätze. "Ich glaube, dass in den letzten Jahren vor allem zu wenig Einigkeit da war. Das versucht der Peter Schlickenrieder jetzt ja wieder aufzubauen", sagte Behle: "Dass er eine Grundsatz-Trainingslinie von unten nach oben installiert." 

Medaillen bei Heim-WM "utopisch"

Zur Zeit von Behles Nachfolger Frank Ullrich (2012 bis 2015) habe "jeder gemacht, was er wollte. Es hat jeder trainiert, was er sich so gedacht hat. Teilweise sind Lehrgangsmaßnahmen nur von der Hälfte der Sportler besucht worden. Unglaublich. Da versucht der Peter Schlickenrieder jetzt gegenzusteuern", meinte Behle.

Der Willinger hatte von 2002 bis 2012 mit Leistungsträgern wie Tobias Angerer, Rene Sommerfeldt und Axel Teichmann große Erfolge gefeiert. Dass der deutsche Langlauf daran im Hinblick auf die Heim-WM 2021 in Oberstdorf anknüpfen könnte, glaubt Behle nicht: "An Medaillen zu denken, wäre absolut utopisch. Im Männerbereich zumindest. Im Damenbereich sieht es ein bisschen besser aus", sagte der 58-Jährige.