Martin Johnsrud Sundby holte sich seinen ersten Einzelsieg bei einer großen Meisterschaft
Martin Johnsrud Sundby holte sich seinen ersten Einzelsieg bei einer großen Meisterschaft © Getty Images
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Die norwegischen Festspiele bei der Nordischen Ski-WM gehen weiter: Martin Johnsrud Sundby gewinnt das 15-km-Klassikrennen. Ein Deutscher landet unter den Top 15.

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Ausgerechnet der vor knapp drei Jahren wegen eines Dopingvergehens gesperrte Skilangläufer Martin Johnsrud Sundby hat das von einem großen Skandal überschattete 15-km-Klassikrennen bei der Nordischen WM in Seefeld gewonnen. 

Wenige Stunden nach der Festnahme von fünf Langläufern triumphierte der Norweger in einer "Hitzeschlacht" knapp vor dem Russen Alexander Bessmertnych und holte seinen ersten Einzelsieg bei einer großen Meisterschaft.

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Deutsche überzeugen bei "Standparty"

Bester Deutscher war Andreas Katz aus Baiersbronn auf einem starken 13. Platz.

Auch Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) als 15. und Janosch Brugger (Schluchsee) als 18. sorgten bei immens hohen Wintersport-Temperaturen für ein starkes Ergebnis bei der "Strandparty" (Brugger) und empfahlen sich für einen Start in der Staffel über 4x10 km am Freitag.

"Man hätte hier in der Badehose laufen können", sagte Katz, der nur 1:42 Minuten Rückstand auf Sundby hatte. Eisenlauer meinte: "Das war mehr Wasserski. Für den Sommerurlaub bin ich jetzt gut vorbereitet." Lucas Bögl (Gaißach) belegte Platz 26.

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Sundby siegt vor König Harald

Der 34 Jahre alte Sundby, dreimaliger Gewinner des Gesamtweltcups, setzte sich unter den Augen von Norwegens König Harald nach 38:22,6 Minuten mit 2,9 Sekunden Vorsprung auf Bessmertnych durch, Bronze ging an den finnischen Titelverteidiger Iivo Niskanen.

Sundby war 2016 wegen des nicht korrekt angemeldeten Gebrauchs des Asthmamittels Salbutamol für zwei Monate gesperrt worden, ihm wurde unter anderem der Sieg bei der Tour de Ski 2014/15 aberkannt. 

Am Vormittag vor dem Rennen waren in einer Aktion des österreichischen Bundeskriminalamtes gegen organisiertes Doping neun Personen festgenommen worden, darunter fünf Langläufer: zwei aus Österreich, zwei Esten und ein Kasache.

Aus diesen Ländern gingen am Mittwoch vier gemeldete Läufer nicht an den Start. In Deutschland wurden ebenfalls am Mittwoch der Erfurter Sportmediziner Mark S. und ein Komplize verhaftet.

Namen der beiden Österreicher bekannt

Bei den beiden Österreichern handelt es sich laut ÖSV-Langlaufchef Markus Gandler um Max Hauke und Dominik Baldauf, am Sonntag Sechste im Teamsprint. Einer der festgenommenen Sportler soll von der Polizei am Morgen auf frischer Tat beim Blutdoping erwischt worden sein.

"Für den österreichischen Skilanglauf ist das das Schlimmste, was passieren konnte. Und das bei der Heim-WM. Das kommt aus dem Nichts. Ich habe nichts geahnt", sagte der österreichische Langläufer Luis Stadlober, der im Rennen auf Platz 56 landete.