Therese Johaug hat bislang in dieser Saison alle fünf Distanzrennen gewonnen
Therese Johaug hat bislang in dieser Saison alle fünf Distanzrennen gewonnen © Getty Images
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Dominatorin Therese Johaug wird nicht bei der Tour de Ski an den Start gehen und sich statt dessen auf die WM konzentrieren. Schon zuvor hatte ihre Rivalin abgesagt.

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Norwegens Skilanglauf-Star Therese Johaug wird nicht an der in der kommenden Woche in Toblach/Südtirol beginnenden Tour de Ski teilnehmen.

Die 30-Jährige, die nach ihrer Dopingsperre den Weltcup dominiert, legt im Hinblick auf die WM in Seefeld (16. Februar bis 3. März) eine Trainingspause ein.   

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"Sie hat das Gefühl, dass sie etwas Zeit braucht, um bei der Weltmeisterschaft vorne zu sein. Ich finde es sehr klug, dass sie die Batterien auflädt", sagte Norwegens Skilanglauf-Chef Vidar Löfshus. 

Johaug, die in der laufenden Saison im Weltcup bei fünf Starts in Distanzrennen noch ungeschlagen ist, hatte die Tour de Ski 2013/14 und 2016 gewonnen. Vor ihr hatte schon Schwedens Topläuferin Charlotte Kalla, Siegerin 2007/08, die Teilnahme an der 13. Auflage vom 29. Dezember bis 6. Januar abgesagt.

Norwegische Herren in Bestbesetzung zur Tour de Ski

Dagegen werden Norwegens Männer in Bestbesetzung antreten, Topstar Johannes Hösflot Kläbo gibt somit sein Tour-Debüt. Zuvor hatte es wie in jedem Jahr Diskussionen unter den stärksten Langläufern über einen Verzicht auf die kräftezehrende Veranstaltung gegeben.

"Das wunderte mich wirklich ein bisschen, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Tour de Ski für das öffentliche Interesse am Skilanglauf von großer Bedeutung ist. Das scheinen einige Läufer nicht vollständig zu verstehen", sagte Norwegens zweimaliger Tour-Sieger Martin Johnsrud Sundby.

Sein Landsmann Vegard Ulvang, Vorsitzender des Langlauf-Komitees im Skiweltverband FIS, unterstrich, dass die Tour de Ski für deutlich mehr Aufmerksamkeit sorge als gewöhnliche Weltcuprennen und jeder Sportler für die Vermarktung des Sports mitverantwortlich ist - auch wenn es mitunter mühsam ist.

"Manchmal müssen sie einfach am Montagmorgen zur Arbeit gehen - das gilt auch für Skilangläufer. Weil es ein Job ist, weil es Unterhaltung ist", sagt der dreimalige Olympiasieger.