Höfl-Riesch setzt bei der WM auf die deutschen Abfahrer
Höfl-Riesch setzt bei der WM auf die deutschen Abfahrer © AFP/SID/VALERY HACHE
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Die dreimalige Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hält die Zielvorgabe von zwei Medaillen für die WM in Cortina d'Ampezzo für ambitioniert.

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Die dreimalige Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hält die Zielvorgabe von zwei Medaillen für die WM in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar) für ambitioniert. "Das ist nicht total unrealistisch, aber es muss viel zusammenpassen", sagte die 36-Jährige im SID-Gespräch. Höfl-Riesch setzt vor allem auf die deutschen Abfahrer.

Diese seien "sehr gut aufgestellt und sehr konstant, auch wenn noch kein Podest dabei war. Das Abfahrts-Team hat sich einfach super entwickelt". Außerdem sei Thomas Dreßen, der Topstar im Team, nach seiner Hüft-OP "sehr schnell und gut in Form gekommen. Eine Medaille der Abfahrer wäre eine Überraschung, ist aber möglich", sagte Höfl-Riesch.

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Die Aussage von Felix Neureuther, Slalom-Ass Linus Straßer sei "ein absoluter Favorit auf eine Medaille", hält Höfl-Riesch "für ein bisschen hoch gegriffen". Straßer müsse nach seiner jüngsten Schwächephase erst wieder "das Momentum" finden. Dann sei "eine Medaille ohne Zweifel möglich. Aber im engsten Favoritenkreis sehe ich ihn nach den letzten Rennen nicht."

Das kleine Frauen-Team mit Kira Weidle und Lena Dürr habe nur "sehr geringe" Chancen. Weidle müsse langsam mal den nächsten Schritt machen, betonte Höfl-Riesch, Dürr sieht sie fast schon als ewiges Talent: "Sie wurde als meine Nachfolgerin gehandelt, hatte super Ansätze, auch im Speed. Aber irgendwie hat sie den Anschluss verloren."

Höfl-Riesch, die ihre überaus erfolgreiche Karriere 2014 beendete, wird die WM mit einem eigenen Blog in den Sozialen Medien begleiten. Ende Februar will sie mit dem Kreuzfahrtschiff Europa 2, auf dem sie Fitnesskurse anbietet, in See stechen - sofern Corona es erlaubt. Des Weiteren hält sie im Auftrag einer Agentur (Speakers Excellence) Reden zu Motivation und Krisenbewältigung.