Linus Straßer ist mit den Plätzen eins und zwei in der Slalom-Elite angekommen
Linus Straßer ist mit den Plätzen eins und zwei in der Slalom-Elite angekommen © Imago
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Dickes Ausrufezeichen von Linus Straßer! Der Münchner schießt im Slalom am Adelboden noch von Platz 12 aufs Podium nach vorne. Nur ein Österreicher ist besser.

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Linus Straßer streckte schon im Ziel strahlend den Zeigefinger nach oben. Der 28-Jährige wusste sofort, dass ihm am legendären Chuenisbärgli erneut ein Traumlauf gelungen war. (Alle Ergebnisse Ski alpin)

Und tatsächlich: Vier Tage nach seinem Triumph von Zagreb setzte der Münchner auch beim Slalom-Klassiker in Adelboden ein dickes Ausrufezeichen. Nach einer famosen Aufholjagd verbesserte sich Straßer noch vom zwölften auf einen herausragenden zweiten Rang, nur der Österreicher Marco Schwarz war etwas schneller.

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"Das war unerwartet, ich habe mich nicht grandios gefühlt. Es war mehr ein Arbeitserfolg, aber ich habe es durchgezogen, von daher bin auch zufrieden", sagte Straßer und fügte nach seinem "Lieblingsrennen" an: "Das Hundertstel-Glück war definitiv auf meiner Seite, es war unglaublich eng."

Schwarz und Ryding mit Straßer auf dem Podium

0,14 Sekunden fehlten auf Schwarz, der Brite Dave Ryding lag als Dritter nur 0,01 Sekunden zurück. Für Straßer war es im Spezialslalom das zweite Podium in Serie. Dies hatte zuletzt Felix Neureuther 2017 geschafft. (Weltcup-Kalender Ski alpin)

Erneut zeigte Straßer vor allem im zweiten Lauf seine (Welt-)Klasse, nachdem er in Zagreb von Rang acht nach ganz oben gestürmt war. "Das war eine Top-Performance von ihm, vor allem der 2. Lauf war genial", sagte Cheftrainer Christian Schwaiger.

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Aber, merkte Straßer im ZDF schmunzelnd an, er hätte "auch nichts dagegen, wenn ich mal nach dem ersten Lauf etwas weiter vorne bin".

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Straßer Medaillen-Kandidat bei der WM 2021

In Adelboden fehlten nach Durchgang eins bereits 0,69 Sekunden auf das Podium, doch Straßer zeigte sich davon unbeeindruckt. Der Coup von Zagreb, "das macht was mit einem", sagte er, man müsse es "nur in die richtige Richtung lenken". Und das schafft der Münchner angesichts der enormen Leistungsdichte im Slalom derzeit beeindruckend. (Weltcup-Stände Ski alpin)

Für die WM in Februar zählt er in dieser Form zu den Medaillen-Anwärtern, doch erst einmal stehen im Januar noch vier Slaloms auf dem Programm.