In einem offenen Brief plädiert der DSV zum Umdenken
In einem offenen Brief plädiert der DSV zum Umdenken © AFP/SID/JEFF PACHOUD
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Angesichts der Diskussionen über ein Skiverbot in den kommenden Wochen schlagen die deutschen Ski- und Snowboard-Verbände Alarm.

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In einem offenen Brief fordern der Deutsche Skiverband (DSV) und weitere Organisationen die Politik unter Hinweis auf ihre Hygienekonzepte auf, die Pläne zu überdenken, und warnen vor großen wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Nachteilen.

"Bei der aktuellen, von Teilen der Politik, angestoßenen Diskussion über ein europaweites Skiverbot, fehlt bis dato die inhaltliche Auseinandersetzung mit den in den letzten Monaten detailliert ausgearbeiteten Hygiene- und Schutzmaßnahmen der Wintersportverbände, der Ski- und Snowboardschulen und Vereine im gesamten Alpenraum", heißt es in dem Schreiben, in dem eine "länderübergreifende Lösung" gefordert wird, "die für alle Beteiligten eine Planungssicherheit für die gesamte Wintersaison 2020/21 schafft".

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Der Wintersport sei "ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor für den gesamten Tourismus im Alpenraum". Gerade ländliche Regionen bräuchten jetzt jetzt die Unterstützung der Politik.

Zudem befürchten der DSV und die weiteren Verbände gravierende Auswirkungen auf den sportlichen Bereich: "Ein deutschlandweites oder gar europaweites Verbot des Skisports wäre definitiv nicht die Lösung, sondern würde im Gegenteil die ohnehin schon schwierige Situation für den Freizeit-, Breiten- und Nachwuchsleistungssport zusätzlich und unnötig verschärfen."

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Schon zu Beginn der Coronakrise war der Wintersport in Misskredit geraten, nachdem sich beim Apres-Ski in Ischgl/Österreich viele Menschen mit dem Virus infiziert und es in viele Länder weiterverteilt hatten. Gegen dieses Image verwehren sich die Verbände.

"Der Wintersport an sich ist eben nicht gleichzusetzen mit Party-Tourismus und Apres-Ski-Events. Die gesamte Branche hat sich hierzu bereits seit Monaten klar positioniert und entsprechende Maßnahmen in ihren Konzepten aufgenommen, um sich hiervon deutlich abzugrenzen", heißt es in dem offenen Brief: "Sport und insbesondere der Wintersport ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Die wintersportlichen Aktivitäten geben den Menschen Halt, Motivation, Perspektive und vielen Menschen auch einen Arbeitsplatz."