Dreßen kämpft sich nach seiner OP langsam zurück
Thomas Dreßen fällt längerfristig aus © Stian Lysberg Solum / NTB Scanpix / AFP /Stian Lysberg Solum / NTB Scanpix / AFP/STIAN LYSBERG SOLUM
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Schwerer Schlag für den DSV. Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen fällt wegen einer Hüftverletzung wohl lange aus - und das nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg.

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Mit gelb-schwarzer DSV-Jacke und gequältem Gesichtsausdruck saß Thomas Dreßen zu Hause in Scharnstein. Starke Schmerzen in der Hüfte, die bevorstehende Operation und eine drohende Zwangspause über mehrere Wochen setzten dem deutschen Ski-Star sichtlich zu.

"Ich habe schon seit zwei Jahren Probleme mit der Hüfte. Ich habe es zuletzt aber vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten. Ich habe gehofft, dass man eine OP vermeiden kann und es mit Spritzen in den Griff bekommt. Es ist eine blöde Situation", sagte der 27-Jährige am Mittwoch geknickt.

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Am Donnerstag muss sich der Kitzbühel-Sieger in München dem Eingriff unterziehen. Dabei wird arthroskopisch erst einmal ein freier Gelenkkörper entfernt. Wie lange Dreßen ausfallen wird, hängt von der Operation ab. Es werde "die ganze Hüfte angeschaut. Danach wird man sehen", betonte Deutschlands Skisportler des Jahres. An Spekulationen sogar über ein Saison-Aus wollte er sich nicht beteiligen.

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DSV trifft Dreßen-Ausfall hart

So oder so. "Dieser Ausfall trifft uns heftig. Thomas ist nach dem Rücktritt von Felix Neureuther die Galionsfigur. Jetzt müssen wir enger zusammenrücken", sagte Alpinchef Wolfgang Maier dem SID. Dreßen verfüge über "außerordentliche Gaben. Er habe den deutschen Abfahrtssport "in neue Dimensionen" geführt.

Dreßen, nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg der einzige Siegfahrer beim DSV, war am Samstag vorzeitig aus dem Trainingslager in Copper Mountain/USA abgereist, wo sich das Speedteam seit 8. November auf den Winter vorbereitet. Am Montag hatte er sich in München einer MRT-Untersuchung unterzogen.

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Der Saisonstart Dreßens war eigentlich für Mitte Dezember (12./13.) im französischen Val d'Isere vorgesehen. Darauf habe er sich "sehr gefreut. Aber es ist eben so, wie es ist", sagte er tapfer. Wichtig sei ein "guter Rehaplan, damit man das in den Griff bekommt. Aber beim Knie und bei der Schulter hat man das auch gut hingebracht", sagte Dreßen: "Ich hoffe, dass ich stark zurückkomme."

Erfolgreichster deutscher Abfahrer

So wie 2019, als er nach einer schweren Knieverletzung, die er selbst als "Totalschaden" bezeichnete, und monatelanger Pause bei seinem Comeback sensationell direkt die Abfahrt im kanadischen Lake Louise gewonnen hatte. In der vergangenen Saison feierte Dreßen insgesamt drei Weltcup-Siege und avancierte damit vor Olympiasieger Markus Wasmeier zum erfolgreichsten deutschen Abfahrer.

Dennoch: Auch der vergangene Winter verlief nicht ohne Probleme. Bei einem Sturz in Hinterstoder hatte sich Dreßen im Februar beide Schultern ausgekugelt. Eine Woche später fuhr er als Achter in Kvitfjell wieder in die Weltspitze.