Die deutschen Alpin-Frauen um Lena Dürr (l.) bei der Pressekonferenz vor dem Weltcup-Start in Sölden
Die deutschen Alpin-Frauen um Lena Dürr (l.) bei der Pressekonferenz vor dem Weltcup-Start in Sölden © Imago
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Die ersten Saisonrennen des alpinen Ski-Weltcups stehen in Sölden an. Corona wirbelt einiges durcheinander. Hier alle Infos zum stark umgeplanten Winter.

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Am Wochenende finden die ersten Saisonrennen des alpinen Ski-Weltcups statt, traditionell in Sölden, traditionell mit einem Riesenslalom der Frauen und einem Riesenslalom der Männer.

Nach zahlreichen Rücktritten - allen voran dem von Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg - hat der Deutsche Skiverband (DSV) für den Weltcup-Auftakt ein kleines und zum Teil unerfahrenes Team nominiert. Bei den Frauen gehen Lena Dürr, Andrea Filser, Jessica Hilzinger und Lisa Loipetssperger an den Start. Am Sonntag bestreiten Stefan Luitz , Alexander Schmid und Fabian Gratz den Riesenslalom der Männer.

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Saisonhöhepunkt der Alpinen sollen die Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo/Italien sein (7. bis 21. Februar).

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SPORT1 beantwortet wichtigsten Fragen und Antworten zum Weltcup-Auftakt.

Wie geht's weiter?

Die Corona-Pandemie hat auch den Weltcup-Kalender beeinflusst. Die Nordamerika-Rennen wurden frühzeitig abgesagt, sie sollen in Europa stattfinden. Nach Sölden geht es in diesem Jahr zunächst nach Lech/Zürs, wo für Frauen und Männer jeweils ein Parallel-Riesenslalom ausgetragen wird. Danach reisen die Frauen zu zwei Slaloms nach Levi/Finnland (21./22. November), die Männer folgen erst Anfang Dezember mit zwei Riesenslaloms in Val d'Isere/Frankreich (5./6.12.).

Ski-Rennen in Corona-Zeiten - muss das sein?

Aus Sicht der Beteiligten: ja, unbedingt. "Die Fokussierung muss darauf liegen, dass überhaupt etwas stattfinden kann. Wenn wir nicht präsent sind, gehen 80 Prozent der Verbände pleite. Dann ist der Wintersport tot", sagte Wolfgang Maier, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), dem SID. Mit Wintersport meint er nicht nur die alpinen Wettbewerbe. Ohne Weltcup-Veranstaltungen sowie Einnahmen aus Fernseh- und Sponsorenverträgen können sich Verbände wie der DSV nicht finanzieren.   

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Welche sonstigen Auswirkungen hat Corona?

Zahlreiche. Die Rennen in Sölden etwa wurden um eine Woche vorverlegt, um dem touristischen Skilauf aus dem Weg zu gehen. Zuschauer sind nicht zugelassen. Sicherheit hat Priorität: Die am Rennen Beteiligten (Rennläufer, Betreuer, Organisatoren, Medien) werden strikt getrennt. Die in Sölden obligatorischen Pressekonferenzen zum Saisonauftakt finden in einer Tiefgarage statt - dort herrscht Durchzug.

Wie lief die Vorbereitung?

Die Trainingsmöglichkeiten über den Sommer waren stark eingeschränkt. Die obligatorischen Trainingslager in Chile oder Argentinien (Abfahrer) und Neuseeland (Techniker) fielen aus. Die Deutschen drängelten sich daher mit anderen Nationen meist auf den Schweizer Gletschern in Saas-Fee (Techniker) und Zermatt (Abfahrer). "Das war ein krasser Qualitätsverlust", sagt Maier, "aber wir beschweren uns nicht. Gemessen an den Umständen war es okay."

Wann startet Thomas Dreßen?

Deutschlands derzeit bester und erfolgreichster Ski-Rennläufer muss noch zwei Monate auf seinen ersten Start warten. Am 12. und 13. Dezember sind je eine Abfahrt und ein Super-G in Val d'Isere vorgesehen, am 18. und 19. folgen Super-G und Abfahrt in Gröden. Im vergangenen Winter hat er drei Rennen gewonnen und dreimal Rang drei belegt, nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg ist er zunächst der einzige, der für Siege oder Podiumsplatzierungen infrage kommt.

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Auf wen ist sonst zu achten?

Auf Mikaela Shiffrin (USA). Die beste Ski-Rennläuferin der Gegenwart konnte im vergangenen Winter ihren Titel als Gesamtweltcupsiegerin nicht verteidigen, weil sie wegen des Unfalltodes ihres Vaters im Februar entscheidende Rennen ausließ. Nun jagt sie wieder die Siegrekorde von Lindsey Vonn (USA/82) und Ingemar Stenmark (Schweden/86) - allerdings mit Verspätung: Wegen einer Rückenverletzung lässt sie Sölden sicherheitshalber aus.

Und bei den Männern?

Henrik Kristoffersen galt schon im vergangenen Winter als Favorit auf den Sieg im Gesamtweltcup und damit die Nachfolge des zurückgetretenen Marcel Hirscher (Österreich) - dann aber verkrampfte der überehrgeizige Norweger und belegte nur Rang drei hinter Landsmann Aleksander Aamodt Kilde und Allrounder Alexis Pinturault (Frankreich). In diesem Jahr soll es nun endlich klappen. 

Wird in Deutschland gefahren?

Ja. Wie üblich steht Garmisch-Partenkirchen mit zwei Wochenenden im Weltcup-Kalender, zunächst fahren dort die Frauen eine Abfahrt und einen Super-G (30./31. Januar), dann die Männer (5./6. Februar). Deren Riesenslalom wurde diesmal durch einen Super-G ersetzt - wegen Corona: So wird verhindert, dass sich zwei große Läufergruppen an einem Ort begegnen. 

Wie kann ich den Ski-Weltcup LIVE verfolgen?

TV:  ARD, ZDF, Eurosport
Stream:  sportschau.de, zdf.de, Eurosport Player
Ticker:  SPORT1.de