Felix Neureuther blickt spkeptisch auf die Skisaison voraus
Felix Neureuther blickt spkeptisch auf die Skisaison voraus © Imago
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Sölden - Am Wochenende startet in Sölden die Saison im alpinen Skisport. Statt Vorfreude herrscht aber nicht nur bei Neureuther die Sorge vor einer Verschärfung der Corona-Lage.

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Den früheren Skirennläufer Felix Neureuther plagen vor dem Auftakt der Wintersportsaison während der Coronakrise Sorgen.

"Die Skirennen, Biathlon, das Skispringen, Langlauf und der ganze Wintersport müssen stattfinden. Sonst wird es für die Verbände und auch die Veranstalter eine Katastrophe", sagte der 36-Jährige im Interview auf sportschau.de.

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Auch Wolfgang Maier, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes, warnt vor einem Verschwinden des Wintersports aus der Öffentlichkeit. "Die Fokussierung muss darauf liegen, dass überhaupt etwas stattfinden kann. Wenn wir nicht präsent sind, gehen 80 Prozent der Verbände pleite. Dann ist der Wintersport tot", sagte er dem SID und blickt damit ebenfalls über den alpinen Tellerrand hinaus.

Ohne Weltcup-Veranstaltungen sowie Einnahmen aus Fernseh- und Sponsorenverträgen könnten sich Verbände wie der DSV nicht finanzieren.

Biathlon plant mehrere "Blasen"

Um in der "Blase" zu bleiben und Reiseaktivitäten der Athleten einzuschränken, sind beispielsweise im Biathlon zunächst an einigen Austragungsorten Wettbewerbe an aufeinanderfolgenden Wochenenden geplant.

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"In der jetzigen Situation ist das sicher die richtige Entscheidung. Auf Dauer gesehen kann es nicht die Lösung sein. Aber jetzt muss man schauen, dass der Sport stattfindet", betonte ARD-Experte Nereuther.

Für ihn stellt sich zudem die Frage, ob die Weltcup-Standorte künftig die gleichen bleiben werden. "Traditionsreiche Orte wie Wengen, Adelboden und so weiter", sagte Neureuther: "Wenn dort keine Rennen mehr stattfinden, schaut es sehr, sehr schwierig aus."

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Neureuther: "Habe die Emotionen geliebt"

Er selbst habe als Skirennfahrer immer "von den Zuschauern gelebt", berichtete er: "Ich habe es geliebt, diese Emotionen zu spüren. Und wenn das weg ist! Du musst dich einfach anders darauf einstellen."

Der Auftakt des Ski-Weltcups im österreichischen Sölden findet am Wochenende ohne Zuschauer statt - und damit ohne diese "Emotionen".

Trotzdem traut Neureuther dem Deutschen Stefan Luitz, der im vergangenen Jahr in Sölden Rang 16 belegt hatte, einiges zu: "Er geht dieses Jahr voll auf Attacke. Ich habe ihn im Training gesehen und denke, dass er es aufs Podium schaffen kann", sagte Neureuther.