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Linus Straßer ist nach seinem Slalomlauf am "Männlichen" überhaupt nicht zufrieden. Der beste deutsche Fahrer geht mit sich selbst hart ins Gericht.

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Linus Straßer schlug im Zielraum von Wengen wütend mit der lädierten rechten Faust auf eine luftbefüllte Werbebande.

Beim traditionsreichen Weltcup-Slalom am "Männlichen", das wusste der beste deutsche Torläufer, war wesentlich mehr drin als Platz 17. Wenn auch nicht der Sieg, den überlegen der junge Franzose Clement Noel holte.

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"Ich habe mich extrem geärgert", sagte Straßer, "ich muss ehrlich sagen: Das war ziemlich dumm gefahren von mir."

Als 20. nach dem ersten Lauf hatte er wie zuletzt in Adelboden eine Aufholjagd starten wollen, es lief gut im Finale - doch dann patzte er im unteren Abschnitt schwer. "Da fehlt das komplette Tempo, du kommst nicht mehr vom Fleck", sagte der 27-Jährige zerknirscht.

Tremmel fährt zur persönlichen Bestleistung

Sein Trost vor dem nächsten Klassiker am Sonntag in seiner "zweiten Heimat" Kitzbühel, wo der Münchner als Junge zum Skifahrer wurde: "Der Speed ist voll da. Wenn ich es schaffe, einfach und unkompliziert Ski zu fahren, tue ich mich leicht."

Und: Seine rechte Hand, in der er sich Anfang Dezember das Kahnbein gebrochen hatte, hielt dem Belastungstest an der Bande stand. "Da mache ich mir keine Sorgen", sagte Straßer.

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Sein Rückstand auf Noel, der seinen fünften Weltcup-Sieg holte, betrug 1,72 Sekunden. Hinter dem neuen Teamleader durfte sich Anton Tremmel (Rottach-Egern/+2,21 Sekunden) als 22. über sein bestes Weltcup-Ergebnis freuen.

"Das ist schon etwas Besonderes", sagte der 25-Jährige.

Noel setzte sich bei seinem zweiten Wengen-Coup in Serie mit einem Vorsprung von 0,40 Sekunden vor Henrik Kristoffersen durch. Der Norweger übernahm nach rund einer Hälfte der Saison die Führung im Gesamtweltcup.