Für Skifahrer wie Thomas Dreßen ist "Schleichwerbung" überlebenswichtig
Für Skifahrer wie Thomas Dreßen ist "Schleichwerbung" überlebenswichtig © Getty Images
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Das deutsche Fernsehen verbietet den Ski-Alpin-Athleten wegen der Schleichwerbung das Tragen von Trinkflaschen bei Interviews. Die Skisport-Szene ist empört.

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Aufregung unter den Athleten des Ski-Weltcup. Das deutsche Fernsehen verbietet beim Weltcup-Wochenende der Herren in Gröden (SERVICE: Die Weltcupstände im Ski Alpin) das Tragen von Trinkflaschen und -dosen bei Interviews. 

"Korrekt ist, dass uns mitgeteilt wurde, dass wir keine Flaschen mehr tragen dürfen", sagt Lake-Louise-Sieger Thomas Dreßen der Kleinen Zeitung.

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Erster Kritikpunkt der Ski-Stars: Viele Athleten haben eigene Sponsoren, mit denen sie entsprechende Verträge abgeschlossen haben.

Dreßen: "Extra-Geld ist lebenswichtig"

Für Dreßen, der selbst bei Red Bull unter Vertrag steht, ist die "Schleichwerbung" unumgänglich. "Mein Problem ist, dass ich in meinem Vertrag stehen habe, dass ich eine Dose halten muss. Für manche meiner Kollegen ist das Extra-Geld, das sie bekommen, lebenswichtig."

Eben diese "Schleichwerbung", die sich vornehmlich auf den Helmen oder eben den Trinkflaschen befinden, wurde von der ARD und dem ZDF nun verboten. 

Auch der österreichische Sender ORF denke über ein Verbot nach - eine tatsächliche Umsetzung scheint aber unwahrscheinlich. 

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ÖSV-Athleten denken über Boykott nach

Super-G-Weltmeister Dominik Paris reagierte auf die neue Regelvorschrift trotzig: "Ich werde mich sicher nicht daran halten", so der 30-Jährige gegenüber dem Kurier. Die Fahrer des österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) denken bereits über einen Boykott der deutschen Sender nach.

Dass Sponsoren für einen Ski-Alpin-Athleten elementar sind, verdeutlicht Dreßen noch einmal. "Was mir Red Bull ermöglicht hat, das Zentrum in Thalgau, die Physiotherapie nach der Verletzung - das ist unglaublich. Ich wäre nicht hier ohne diese Möglichkeiten. Ohne Sponsoren wäre unser Sport nicht möglich."