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Beim Super-G bei der Ski-WM in Are passiert Superstar Lindsey Vonn ein schwerer Sturz. Die US-Amerikanerin erklärt das Malheur mit falscher Materialwahl.

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Ski-Olympiasiegerin Lindsey Vonn winkte mit betretener Miene ins Publikum, ihr schwer lädierter Körper schmerzte mal wieder an gleich mehreren Stellen. Auch bei ihrem vorletzten Auftritt auf der großen Ski-Bühne lieferte die langjährige "Speed Queen" wieder jede Menge Drama, ihren schweren Sturz beim WM-Super-G im schwedischen Are überstand sie aber weitgehend unverletzt.

"Ich habe ein bisschen ein Veilchen, sonst geht es mir großartig", scherzte Vonn auf einer Pressekonferenz knapp drei Stunden nach ihrem Sturz, auf der sie über ihre lange, erfolgreiche Karriere, aber auch über die Zukunft sprach. Bei der Abfahrt am Sonntag wolle sie auf jeden Fall noch einmal starten, bekräftigte Vonn mit Blick auf ihr letztes Karriererennen: "Schreibt mich nicht ab, vielleicht habe ich ja noch ein Ass im Ärmel. Ich kann immer noch gewinnen." (Das Rennen zum Nachlesen im TICKER)

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"Ich bin zu alt für diese Scheiße"

Die 34 Jahre alte Amerikanerin wollte sich zum Abschied in Are "ein Denkmal setzen", sagte ARD-Expertin Maria Höfl-Riesch vor dem Super-G, "noch eins, sie hat ja schon so viele." Doch dann riss Vonn im Mittelteil ein Richtungstor mit, bekam Vorlage und knallte mit dem Bauch auf die Piste.

Kurz darauf schlug sie in den Fangzaun ein. Ihr erster Gedanke? "Warum liege ich schon wieder im Zaun? Warum bin ich hier? Ich bin zu alt für diese Scheiße!" Nach wenigen Minuten rappelte sie sich auf, den bereitgestellten Rettungsschlitten ließ sie stehen und fuhr auf Skiern zu Tal.

Vonn will Familie gründen

Dass am Sonntag Schluss ist, habe sie inzwischen akzeptiert, berichtete Vonn. "Ich bin nicht mehr traurig. Nicht jeder kann Tom Brady sein und eine Million Mal den Super Bowl gewinnen." Ihren Abschied am Sonntag wolle sie genießen.

Und dann? Eine weitere Knie-OP, ihre siebte, bei der sie sich das im November erneut gerissene Kreuzband im linken Knie richten lassen muss. Eine Familie gründen ("ich muss mich beeilen"). Verschiedene Projekte verfolgen, unter anderem im Filmbusiness, "aber nicht als Schauspielerin, sondern als Produzentin". Vielleicht, meinte Vonn, heiße es ja irgendwann, "sie war mal eine Skifahrerin, jetzt ist sie eine erfolgreiche Businessfrau".

Eines aber sei sicher nach all den Stürzen und Verletzungen: "Ich werde für den Rest meines Lebens Schmerzen haben. Aber ich bereue nichts."