Josef Ferstl gewann zuletzt den Super G in Kitzbühel
Josef Ferstl gewann zuletzt den Super G in Kitzbühel © Getty Images
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Zahlreiche Topstars werden auf dem Weg zur Ski-WM in Are aufgehalten und müssen auf dem Boden schlafen. Die FIS reagiert und sagt das Abfahrtstraining ab.

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Das Anreisechaos im Vorfeld der alpinen Ski-WM im schwedischen Are hat zu einer ersten Programmänderung geführt. Weil zahlreiche Athleten noch auf ihr Gepäck warten, wurde das für Dienstag (10.30 Uhr) angesetzte erste Training für die Männer-Abfahrt abgesagt. Eine Verlegung des Super-G der Männer von Mittwoch auf Donnerstag lehnte Markus Waldner, Renndirektor des Ski-Weltverbandes FIS, am Montagabend ab (Ski-WM 2019 in Are: alle Rennen im LIVETICKER).

"Es war ein harter Tag, sehr hart für die Rennläufer", sagte Waldner über die durch Schneefall vor allem in München und Stockholm verursachten Probleme am Sonntag. Zahlreiche Athleten, darunter Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl, hätten mangels Unterkünften auf der Anreise auf dem Boden schlafen müssen, "sie sind mental nicht bereit", sagte Waldner: "Viele sind richtig sauer, und dafür habe ich großes Verständnis. Wir Coaches sind Cowboys, aber für die Jungs ist das nicht gut." Allerdings: Wettkampf-Programm sei Wettkampf-Programm, die Verlegung des Super-G kein Thema.

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Rebensburg und Co. eröffnen WM

Die meist früher angereisten Frauen hatten am Montag ihre erste Übungsfahrt am Areskutan absolviert. Am Dienstag (12.30 Uhr) eröffnen Viktoria Rebensburg und Co. die Weltmeisterschaften mit dem Super-G. Dann soll auch Cheftrainer Jürgen Graller bei seinem Team sein: Er war in Stockholm steckengeblieben.

Der Super-G der Männer am Mittwoch (12.30 Uhr) ist aktuell nicht gefährdet. Allerdings ist fraglich, ob bis dahin alle Athleten ihr Gepäck haben. Für Dienstagmittag wird in Are ein LKW mit 250 Taschen aus Stockholm erwartet. Zeitgleich soll aber das sogenannte freie Fahren zum Kennenlernen der Rennpiste in Are stattfinden.

Maier zeigt sich enttäuscht

DSV-Alpinchef Wolfgang Maier war "enttäuscht" darüber, dass die Teams in Stockholm keine Hilfe erfuhren. "Das war schon ein bisschen schwach, dass die gar nichts vorbereitet hatten", sagte er.

Auch die Kommunikation habe nicht gepasst. Für das Rennen sieht er jedoch keine Probleme. "Wir sind keine Heulsusen, die ein bisschen rumflennen", sagte er.