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Nach Aussagen der ehemaligen Abfahrerin Nicola Werdenigg über sexuelle Übergriffe ermitteln die Behörden in Innsbruck. Der ÖSV-Präsident droht mit einer Klage.

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Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen im Österreichischen Skiverband (ÖSV) Ermittlungen gegen unbekannte Täter aufgenommen.

Das bestätigte Hansjörg Mayr, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, verschiedenen Medien am Freitag. Auch müsse geklärt werden, ob mögliche Straftaten bereits verjährt sind.

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Die frühere Abfahrerin Nicola Werdenigg hatte von sexuellen Übergriffen gegen ihre Person und andere Sportlerinnen berichtet und dabei Präsident Peter Schröcksnadel Tatenlosigkeit vorgeworfen.

Der unter Druck geratene Schröcksnadel kündigte seinerseits in der Tiroler Tageszeitung juristische Schritte wegen übler Nachrede an, sollten sich die Vorwürfe Werdeniggs nicht bewahrheiten.

Schröcksnadel kritisiert Werdenigg

"Ich kenne einen Fall aus dem Jahr 2005, der an die Mannschaftsführung herangetragen wurde. Das hätte Schröcksnadel wissen müssen", hatte Werdenigg im ORF gesagt.

Schröcksnadel wiederum bemängelte, dass die frühere Sportlerin Vorwürfe in den Raum gestellt habe, ohne Namen zu nennen. Das allerdings will Werdenigg, unter ihrem Mädchennamen Spieß österreichische Abfahrtsmeisterin 1975 und Olympia-Vierte 1976 in Innsbruck, nicht. "Dafür habe ich keine rechtliche Grundlage mehr."

Schröcksnadel sagte in der Zeitung Standard, ihm sei in seiner Zeit als Präsident "nie etwas über sexuelle Übergriffe zu Ohren gekommen".

Auch der im Jahr 2005 amtierende Damen-Cheftrainer Herbert Mandl und ÖSV-Alpindirektor Hans Pum äußerten sich in vergleichbarer Form.